GAIA-X: Wie steht es derzeit um das europäische Vorzeigeprojekt? – »Moonshot in der Digitalpolitik«
von Albert Absmeier

Das vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierte Großprojekt GAIA-X wurde 2019 auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte damals, dass die Cloud-Initiative »nichts Geringeres als ein europäischer Moonshot in der Digitalpolitik« sei. Folglich lohnt es sich, einen Blick auf GAIA-X zu werfen, um zu zeigen, wo das Projekt aktuell steht und welche Herausforderungen bestehen.
Das Kernanliegen von GAIA-X ist es, mehr digitale Souveränität zu ermöglichen. Auf Basis von sieben Leitprinzipien – wie etwa Datenschutz, Offenheit und Transparenz sowie Interoperabilität – soll ein Ökosystem geschaffen werden, um genau das zu erreichen. Die Grundlage dafür bilden die gemeinsamen Spielregeln (Policies and Rules), die Softwarearchitektur (Technical Architecture), Richtlinien zur konsistenten Verwendung von Standards (Architecture of Standards) und Open-Source-Software (Federated Services) für die konkrete Implementierung. Unternehmen, welche sich nicht an die gemeinsamen Spielregeln halten, dürfen demgemäß auch nicht Teil dieses regulierten Systems werden. Beispielsweise sind die GAIA-X-Selbstbeschreibungen als Teil der föderierten Kataloge in Verbindung mit GAIA-X-Portalen eine Komponente der Federated Services.
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