Tipps für Supply-Chain-Planer: Wie plant man das Unvorhersehbare?
von Albert Absmeier

2020 erwies sich als ein Jahr, für das niemand hätte vorausplanen können. Mitten in der Ungewissheit ist eines sicher – die Pandemie hat fast jede Lieferkette in Mitleidenschaft gezogen. Doch so unterschiedlich die Auswirkungen in den verschiedenen Branchen auch waren, gibt es doch einige generelle Empfehlungen, die allen dienen und helfen, für das Unvorhersehbare zu planen.
Während der Pandemie ist die Nachfrage für einige Unternehmen sprunghaft angestiegen. Für andere ist die Nachfrage fast vollständig zurückgegangen. Wir haben einige Kunden, die beides in verschiedenen Bereichen ihres Unternehmens erleben. All diese Szenarien führen natürlich zu enormen Nachfrageschwankungen, mit denen die Unternehmen umgehen müssen und die völlig von ihren historischen Nachfrageprognosen abweichen.
Bei all diesen Szenarien sehen sich die Unternehmen mit einer sich verändernden Nachfrage und einer Neubewertung der Servicegrade oder des Serviceniveaus und Lagerhaltungsentscheidungen konfrontiert. Natürlich sind die Nachfrageprognosen die größte Sorge der Planer. Sie müssen Korrekturmaßnahmen für die Prognose für das nächste Jahr anwenden. Wir haben hier Neuland betreten – es gibt keine korrelierenden Daten – also müssen Sie sich genau ansehen, was Woche für Woche im Verkauf passiert, und schnell reagieren, um Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.
Der weitere Lagerbestand (und damit die Erreichung des Kundenserviceniveaus) stand in diesem Jahr unter beispiellosem Stress.
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