Sicherheitswarnung: Aktuelle Cybercrime-Kampagne nimmt Schweizer FinTech-Branche ins Visier
von Albert Absmeier

Evilnum-Gruppe will Unternehmen infiltrieren und ausspionieren.
Unternehmen in der Schweiz, aber auch in den EU-Ländern, sollten derzeit genau auf ihre eingehenden E-Mails achten. Die Hacker-Gruppe Evilnum ist derzeit wieder sehr aktiv und hat es gezielt auf FinTech-Firmen abgesehen. Mit sogenannten Spear-Phishing-Mails, also ganz gezielten Attacken gegen ausgewählte Ziele, sollen die Empfänger dazu gebracht werden, einen Link zu einer ZIP-Datei anzuklicken und diese zu extrahieren. Diese enthält neben einer Rechnung und Ausweisdokumenten auch ein Schadprogramm. Auf den ersten Blick sehen die enthaltenen Unterlagen korrekt aus, um Misstrauen beim Empfänger zu vermeiden. Mit der Operation will Evilnum die anvisierten Unternehmen infiltrieren, ausspionieren und an sensible Informationen über die Finanzinstitute sowie deren Kunden gelangen.
Ihre aktuellen Ergebnisse haben die ESET Forscher auf Twitter veröffentlicht: https://twitter.com/ESETresearch
»Verstärkte Aktivitäten der Evilnum-Gruppe gegen FinTech-Unternehmen konnten wir im Dezember und Januar feststellen«, erklärt Matías Porolli, ESET Forscher. »Evilnum ist für uns keine unbekannte Gruppe und bereits seit mindestens 2018 aktiv. Das Know-your-Customer-Verfahren setzen FinTech-Unternehmen ein, um die Identität ihrer Nutzer zu verifizieren. Die Hackergruppe nutzt mit ihrer Operation genau dieses Prinzip als Zugang ins Unternehmensnetzwerk.
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