Schauspiel: NSU-Monologe und Blackbox

Die NSU-Monologe. ©Uli Malende
Neues aus dem Schauspiel: Am 10. April zeigt die Bühne für Menschenrechte ihre NSU-Monologe, und bereits am 7. April gibt' eine neue Folge der Blackbox-Reihe.
Die NSU-Monologe
Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit
Ein dokumentarisches Theaterstück der Bühne für Menschenrechte
Jahre nach dem Bekanntwerden des Nationalsozialistischen Untergrunds erzählen „Die NSU-Monologe“ den jahrelangen Kampf dreier Familien, die Opfer des NSU geworden sind. Das dokumentarische Theaterstück berichtet von Kampf um die Wahrheit, die die ermittelnden Behörden aus Polizei und Verfassungsschutz nicht ermitteln konnten oder wollten – und die in Gänze auch nicht im Münchner NSU-Prozess aufgeklärt werden wird. Die „NSU-Monologe“ sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend, roh und direkt. Die „NSU-Monologe“ sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.
Die Präsentation der „NSU-Monologe“ der Berliner „Bühne für Menschenrechte“ wird in Kooperation zahlreicher Partner realisiert und gefördert: u.a. durch das Kommunale Integrationszentrum Dortmund (Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“), das Kulturbüro der Stadt Dortmund, die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, das Multikulturellen Forum e.V., die Dortmunder für ihr Schauspiel e.V., den VMDO e.V., die Alevitischen Gemeinde Dortmund e.V., das Dietrich Keuning-Haus, den Planerladen, die DIDF und die Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Buch und Regie: Michael Ruf. Auf deutsch und mit türkischen Übertiteln.
Termine:
Dienstag, 10. April (19.30 Uhr), Vorstellung im Schauspielhaus, Hiltropwall 15 (plus Diskussion), Eintritt frei
Geschlossene Schulvorstellungen:
Dienstag, 10. April, Schulvorstellung im Immanuel-Kant-Gymnasium
Mittwoch, 11. April, Schulvorstellung in der DASA
Neue Folge in der Blackbox-Reihe
In der „Blackbox“-Reihe des Schauspiel Dortmund gibt es eine neue Folge am Samstag, 7. April, 20 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund. Diesmal geht es um das Jahr 1968 und die Auswirkungen auf unsere heutige politische Situation. Die Neue Rechte und der von ihr ausgehende politische Rechtsruck ist in aller Munde. Wie wichtig dabei die linken Studentenunruhen von 1968 für ihr Denken und Handeln waren und immer noch sind, wurde bisher selten in den Blick genommen. Einerseits entstand hier mit den „68ern“ das noch heutige gängige Feindbild der Rechten, andererseits begannen junge rechte Intellektuelle von den Aktions- und Diskursformen der Linken zu lernen. Der Soziologe Thomas Wagner erklärt in der „Blackbox“ am 7. April, wie 1968 nicht bloß Geburtsstunde der Neuen Linken, sondern auch einer Neuen Rechten war. Er zeigt Verbindungen auf, mit denen man nicht gerechnet hätte, die aber für ein Verständnis von PEGIDA und AfD essentiell sind. Der Eintritt ist frei.
Theater Dortmund
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