Besseres Deep Learning: Weniger Neuronen, mehr Intelligenz

von Albert Absmeier

Besseres Deep Learning: Weniger Neuronen, mehr Intelligenz
Besseres Deep Learning: Weniger Neuronen, mehr Intelligenz
Künstliche Intelligenz wird effizienter und zuverlässiger, wenn man sich enger an biologischen Vorbildern orientiert: Neue Ansätze der AI-Forschung bewähren sich im Experiment.
Künstliche Intelligenz (AI) ist längst in unserem Alltag angekommen – von der Suchmaschine bis zum selbstfahrenden Auto. Das hat mit der gewaltigen Rechenleistung zu tun, die in den letzten Jahren verfügbar geworden ist. Doch neue Ergebnisse aus der AI-Forschung zeigen nun, dass man mit einfacheren, kleineren neuronalen Netzen bestimmte Aufgaben noch besser, effizienter und zuverlässiger lösen kann als bisher.
Ein Forschungsteam der TU Wien, des IST Austria und des MIT (USA) hat eine neue Art künstlicher Intelligenz entwickelt, die sich an biologischen Vorbildern orientiert, etwa an einfachen Fadenwürmern. Das neue AI-Modell kann ein Fahrzeug steuern, mit einer verblüffend kleinen Zahl an künstlichen Neuronen. Das System hat entscheidende Vorteile gegenüber bisherigen Deep-Learning-Modellen: Es kommt mit unsauberen Eingabedaten viel besser zurecht, und aufgrund seiner Einfachheit kann man seine Funktionsweise im Detail erklären. Man muss es nicht einfach als komplexe »Black Box« betrachten, sondern es kann von Menschen verstanden werden. Dieses Deep-Learning-Modell wurde nun im Journal »Nature Machine Intelligence« publiziert.
 
Lernen von der Natur
Ähnlich wie lebendige Gehirne bestehen Neuronale Netze am Computer bestehen vielen einzelnen Zellen.

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