Basketball how to fotograph und was wichtig ist
von Jenny Musall
Basketball wird in den Wintermonaten gespielt. Entsprechend ist es nicht immer einfach mit dem Licht in den Hallen. Dazu muss das Auge schnell sein – natürlich der Finger am Auslöser der Kamera. Denn der Sport aus den USA ist temporeich.
Wichtige Szenen einfangen

Das richtige Motiv ist beim Basketball unerlässlich, um den Sport zu erklären. (Foto: JM)
Und genau hier liegt die Schwierigkeit. Man muss sehr genau hinschauen, was auf dem Parkett passiert. Ein Foul kann spielentscheidend sein. Hat man die entscheidende Szene auf der Speicherkarte, kann man sich unter Umständen, wenn eine Fotoagentur beliefert wird, im Anschluss sehr wahrscheinlich über eine kleine Zusatzsumme auf dem Konto freuen.
Natürlich muss man sich überlegen, welche Mannschaft man braucht. In der Regel habe ich in Bochum die Heimmannschaft im Auge. Denn die sind für meinen Arbeitgeber interessant. Die Gäste interessieren da herzlich wenig. Anders ist es jedoch, wenn man für eine Agentur unterwegs ist. Dann sollte man beide Mannschaften im Auge haben und auch die Schlüsselspieler. Wichtig ist hierbei, sich vorher mit beiden Mannschaften auseinandergesetzt zu haben.
Fotoplatz beim Basketball
Am Spielfeldrand sitzen die Fotografen in der Regel auf dem Boden. Hier ist es vom Publikum nett, wenn man sich nicht direkt dahinter stellt oder auch vor einen Fotografen. Das Gleiche gilt auch für Maskottchen. Was man aber nicht beeinflussen kann, sind die Laufwege der Unparteiischen. Diese stehen einem sehr oft im Weg und sorgen das eine oder andere Mal schon für Frust, wenn man in einer Ecke platz genommen hat.
Besser ist es, man setzt sich unter den Korb. Dann gibt es auch die besten Bilder, jedoch nicht ohne Schwierigkeitsgrad. Die Spieler sind weit über 1,80 m und daher braucht man hier in Objektiv, was unterhalb von 50 mm liegt. Grundlegend gilt auch im technischen Bereich: mindestens 1/400 und eine weit geöffnete Blende. Je kürzer die Verschlusszeit, desto besser ist es. Bei der einen oder anderen Person beobachte ich, dass diese eine Verschlusszeit von unter 1/400 nutzt. Dann wird es unscharf bzw. das Bild zeigt deutlich die Bewegung des Spielers. Das gilt es zu vermeiden und gelingt erst ab 1/400. Da ist es dann besser, die ISO hoch und die Blende so weit wie möglich zu öffnen, damit das nicht passiert.
Porträts sind wichtig
Natürlich ist es immer am besten, wenn man den Schlüsselspieler mit dem Ball hat. Noch besser ist es, diese unter dem Korb zu haben. Ob es jetzt im Hoch- oder Querformat ist, ist bei einer Szene auf dem Feld nicht wichtig. Ich ziehe dort das Querformat vor. Unter dem Korb hingegen mag ich das Hochformat. Dann kommt die ganze Dynamik besser rüber.
Letztendlich ist es jedem selbst überlassen, wie er seine Fotos gestaltet. Oftmals ist es einfach die Erfahrung, die man macht und irgendwann weiß man, was gebraucht wird bzw. gut aussieht.
Fakten:
schnelle Bewegungen, erfordern eine kurze Verschlusszeit von mindestens 1/400
die Blende ist, je nach Kameramodell, so weit wie möglich geöffnet, um eine schnelle Verschlusszeit zu gewährleisten
die ISO und der Weißabgleich sind den Lichtverhältnissen angepasst
Je nach Objektiv oder gewünschtem Motiv ist eine Brennweite von unter 50 mm sinnvoll Das hängt jedoch auch von der Position ab, von der man fotografiert
mit einer Brennweite von 70-200 mm und f 1:2,8 macht man trotzdem nichts falsch
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Jenny Musall
Jenny Musall
Meine ersten Berührungspunkte mit dem Journalismus hatte ich Anfang der 1990er Jahre ganz klassisch über die Tageszeitung. Schon früh habe ich gemerkt, dass das tagesaktuelle Krisengeschehen mich weniger interessiert. Stattdessen waren es Geschichten, die Orientierung geben, Zusammenhänge erklären und Perspektiven eröffnen. Themen, die näher am Menschen sind.
Heute arbeite ich als freie Journalistin mit einem breiten Themenspektrum. Meine Schwerpunkte liegen in Kultur, Feuilleton Sport sowie Ratgeber- und Servicethemen. Meine Themen sind im Bereich Design, Kunst, Fotografie und gesellschaftlich relevante Entwicklungen abseits des Nachrichtenstroms zu finden. Auch im Sportjournalismus ist es mir wichtig, dass nicht nur über das Spiel selbst, sondern auch die Hintergründe mit in den Text einfließen können.
Unabhängig vom Thema steht für mich eine saubere, gründliche Recherche im Mittelpunkt. Ich arbeite mich tief Inhalte ein, hinterfrage Aussagen und ordne Informationen ein. Mein Anspruch: Wenn ich ein Thema verstanden habe, können es auch die Leser und Leserinnen nachvollziehen.
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