American Football how to fotograph
von Jenny Musall

Schwere Jungs, die ineinander krachen. Das ist American Football. Dabei ist diese Sportart nicht einfach zu fotografieren. Denn meistens hat man ein Knäuel von Menschen auf dem Foto und man sieht den Ball nicht. Genau hier liegt die Schwierigkeit für den Fotografen.
American Football ist Rasenschach. Aus der Sicht eines Sportfotografen ist es in den meisten Fällen jedoch ein Haufen von Spielern, wo man den Ball nicht sieht. Um genau die wichtige Szene herauszufinden, die wichtig ist, braucht es ein sehr gutes Auge. Natürlich muss man auch das Spiel vorhersehen können bzw. Ahnung davon haben.
Unbedacht und unvorsichtig darf man nicht sein

American Football ist nicht leicht zu fotografieren.
An das erste Football-Spiel erinnere ich mich noch sehr gut. Das war 2014 beim Belgian Bowl. Ich habe unbedacht öfters mal auf dem Boden gelegen oder gehockt, was nicht gerade sinnvoll ist. Wenn die Protagonisten auf dem Spielfeld auf einen zu gerannt kommen, muss man schnell weg und nach Möglichkeit auch alle Gliedmaßen des Körpers mitnehmen. Sonst verletzt man sich.
Bei den Basic-Einstellungen gelten die Gleichen Grundeinstellungen, die bereits in vorherigen Blogbeitrag "How to: Sportfotografie" beschrieben sind.
Kurze Verschlusszeit, Blende gut eingestellt und die ISO ist auch den Lichtverhältnissen angepasst. Da Football draußen gespielt wird, muss auch der Weißabgleich stimmen. Hier empfehle ich eine manuelle Einstellung.
Augen auf für die perfekte Szene
Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, nicht nur den Spieler mit dem Ball im Auge zu haben, sondern auch die anderen Spieler auf dem Feld. Denn diese blocken sich weg, so dass man gelegentlich auch wegen ihnen zur Seite springen muss.
Noch schwieriger ist es, die richtige Szene einzufangen. Denn wenn gut 20 Spieler auf einem Haufen sind, hat man einen Knubbel. Manche Verlage wollen genau diese Bilder. Ich jedoch halte davon gar nichts. Die Kunst liegt für mich darin, einen einzelnen Spieler so aus einem Knäuel heraus zu arbeiten, dass das Spiel sich von selbst erklärt.
Beispiel: Spieler hat den Ball und andere rennen hinter.

Paderborn Dolphins - Duesseldorf Panther am 20.05 2018
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Jenny Musall
Jenny Musall
Meine ersten Berührungspunkte mit dem Journalismus hatte ich Anfang der 1990er Jahre ganz klassisch über die Tageszeitung. Schon früh habe ich gemerkt, dass das tagesaktuelle Krisengeschehen mich weniger interessiert. Stattdessen waren es Geschichten, die Orientierung geben, Zusammenhänge erklären und Perspektiven eröffnen. Themen, die näher am Menschen sind.
Heute arbeite ich als freie Journalistin mit einem breiten Themenspektrum. Meine Schwerpunkte liegen in Kultur, Feuilleton Sport sowie Ratgeber- und Servicethemen. Meine Themen sind im Bereich Design, Kunst, Fotografie und gesellschaftlich relevante Entwicklungen abseits des Nachrichtenstroms zu finden. Auch im Sportjournalismus ist es mir wichtig, dass nicht nur über das Spiel selbst, sondern auch die Hintergründe mit in den Text einfließen können.
Unabhängig vom Thema steht für mich eine saubere, gründliche Recherche im Mittelpunkt. Ich arbeite mich tief Inhalte ein, hinterfrage Aussagen und ordne Informationen ein. Mein Anspruch: Wenn ich ein Thema verstanden habe, können es auch die Leser und Leserinnen nachvollziehen.
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