TU-Studentinnen kuratieren Ausstellung im MKK
von Andreas Schröter

Die fünf Master-Studentinnen der TU Dortmund Jessica Russ, Laura Wohlbold, Katharina Armbrecht, Linda-Katharina Oetjen und Daniela Sunderhaus, Dr. Michaela Haibl vom Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund und MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker (von links). Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki
Ein Paradekissen, ein Paar Turnschuhe, Perlonstrümpfe, die vietnamesische Nationaltracht Ao Dai und eine Damenunterhose – fünf Objekte, ihre Materialeigenheiten und ihre Bedeutungen stehen im Fokus der aktuellen Ausstellung im Stadtlabor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.
Gestaltet wird die Schau von Studentinnen der TU Dortmund (Masterstudiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung) unter der Leitung von Michaela Haibl. Die Kuratorinnen bringen die fünf Gegenstände mit 15 ausgewählten und markierten Exponaten aus der Dauerausstellung des MKK zusammen. Woraus bestehen die Objekte, was bedeuten sie? Was hat der Kaiserbecher aus der MKK-Sammlung mit Perlonstrümpfen zu tun? Die Ausstellung „MATERIAL / AN / SAMMLUNGEN. Sachen suchen Bedeutung“ lädt bis 13. Mai dazu ein, die Geschichte(n) der Dinge, ihre Bestandteile und Bedeutungen zu entdecken und neu zu verknüpfen.
Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes widmeten sich die TU-Studierenden den Verbindungen von Ding, Material und Bedeutung. Dabei folgten sie aktuellen Forschungen zum „Material Turn“. Diese Forschungsperspektive richtet sich auf die Materialität und Präsenz von Dingen und ihre (historische) Bedeutung: Welche Geschichten erzählen die Objekte durch ihr Material, ihre Herkunft, ihre Herstellungsweise und ihre Verwendung?
In der Ausstellung werden fünf Sammlungsobjekte der TU Dortmund mit Objekten der musealen Dauerausstellung wissenschaftlich und visuell in Beziehung gesetzt: Die Objekte aus der Sammlung der TU treffen auf 15 Exponate aus der MKK-Dauerausstellung, darunter ein Teeservice, ein Sessel, ein Fächer und ein Familienfoto von 1880. Diese Objekte sind mit grünen Klebestreifen und Bodenbeschriftungen gekennzeichnet. Besucherinnen und Besucher können sich im Museum auf die Suche machen und Verbindungen zwischen den Objekten herstellen. Dabei hilft ein Spiralblock mit Grundrissen, Bildern und Texten, sich den Objekten mit dem Fokus auf ihre Materialität und ihre Bedeutungen zu nähern.
Einmal bezahlen – alles erleben
Unter dem Motto „Einmal bezahlen, alles erleben“ beteiligt sich das Museum für Kunst und Kulturgeschichte seit 2017 am neuen Preismodell der städtischen Museen: Für einmalig 5 Euro kann man das ganze Jahr über beliebig oft die Dortmunder Dauerausstellungen in MO, MKK und Brauerei-Museum besuchen. Künstlerischen Interventionen wie „MATERIAL/AN/SAMMLUNGEN“ bieten immer wieder Anreize dazu. „Die Ausstellung in Kooperation mit der TU Dortmund ist eine wunderbare Gelegenheit, neue Akzente zu setzen, Blickwinkel zu verschieben oder neu zu definieren“, sagt. Dr. Jens Stöcker, Direktor des MKK. Im Herbst wird die Zusammenarbeit mit der TU Dortmund fortgesetzt.
Begleitprogramm im MKK
Begleitend zur Ausstellung gibt es Kuratorinnenführungen sowie Angebote für Kindergruppen. Die Ausstellung endet mit einer Finissage am Internationalen Museumstag, dem 13. Mai 2018. Zu diesem Anlass wird die im Projekt entstandene wissenschaftliche Publikation vorgestellt. Diese umfasst Texte der Studierenden und renommierter Wissenschaftler und kann ab dem 13.05.2018 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte erworben werden.
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Andreas Schröter
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