U-Direktor Edwin Jacobs ist neuer Sprecher der NRW-Kunstmuseen

von Andreas Schröter

U-Direktor Edwin Jacobs ist neuer Sprecher der NRW-Kunstmuseen
Jacobs

Edwin Jacobs Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Er ist seit einem Jahr in Dortmund und bereits bestens vernetzt: Edwin Jacobs, Direktor des Dortmunder U und des Museums Ostwall im U, gehört zum neuen Sprecherteam der NRW-Kunstmuseen.

Zu dem inoffiziellen Verbund gehören 35 Kunstmuseen im ganzen Land, die gegenüber der Landespolitik und -regierung künftig mit einer Stimme sprechen und ihre Interessen so besser durchsetzen wollen. Zum Sprecher-Trio gehören neben Jacobs außerdem Bettina Paust, stellvertretende künstlerische Leiterin des Museums Schloss Moyland, und Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn. In einem ersten Schritt soll ein Positionspapier zur Zukunft der Museen in NRW entstehen – eine Idee, die Edwin Jacobs aus den Niederlanden mitgebracht hat.


Edwin Jacobs kam im Januar 2017
Für Edwin Jacobs, der im Januar 2017 vom Centraal Museum in Utrecht nach Dortmund kam, ist es bereits die zweite wichtige Position in der Region: Im September 2017 wurde er gemeinsam mit Leane Schäfer vom Kunstmuseum Gelsenkirchen zum Sprecher der RuhrKunstMuseen gewählt. In den Niederlanden hatte er sich als Museumsreformer einen Namen gemacht. Zu seinen Leitideen fürs Dortmunder U gehört es, das Haus zu öffnen und die Partizipation der Besucher und Mitarbeiter zu stärken. Ein erstes Ergebnis ist die neu gestaltete Dauerausstellung des Museums Ostwall mit vielen Mitmach-Angeboten und einem Kuratoren-Schreibtisch mitten in der Ausstellung.
Über das Dortmunder U
Das Dortmunder U, auch U-Turm genannt, ist ein 1926/1927 als „Gär- und Lagerkeller“ der Dortmunder Union Brauerei errichtetes Hochhaus am westlichen Rand der Dortmunder City. Der Name ist abgeleitet von dem 1968 auf dem Hauptturm aufgebrachten und 2008 komplett restaurierten Firmenzeichen der Brauerei: ein vierseitiges, neun Meter hohes, vergoldetes und beleuchtetes „U“ nach einem Entwurf des Architekten Ernst Neufert.

Nach der Verlagerung des Brauereistandorts 1994 blieb von den Betriebsgebäuden nur das unter Denkmalschutz stehende, bekannteste Bauwerk des Dortmunder Ingenieurs und Architekten Emil Moog stehen. Die Stadt Dortmund erwarb 2007 das Areal und ließ das bis dahin leer stehende „Dortmunder U“ als Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt Europas – RUHR.2010 zum Zentrum für Kunst und Kreativität umbauen. Es beherbergt u. a. das Museum Ostwall und den Hartware Medienkunstverein.

Gründungsdirektor ist Andreas Broeckmann, der 2011 an die Universität Lüneburg wechselte. Seit Januar 2017 übernahm der Kunstwissenschaftler und Generaldirektor des Centraal Museum in Utrecht, der Niederländer Edwin Jacobs die Leitung, ebenso das im U beheimatete Museum am Ostwall.

Dortmunder U

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