Scareware: Panik-Mache mit Fake-Alerts
von Albert Absmeier

Der ein oder andere Internetnutzer hat es bestimmt schon einmal erlebt: Während des Surfens öffnen sich plötzlich Pop-up-Fenster oder Meldungen, die für Systemmeldungen gehalten werden. Doch Vorsicht: Bei genauerem Hinsehen entpuppen diese sich als Meldungen, die über die aufgerufene Website abgegeben werden. »Bei solchen Meldungen handelt es sich möglicherweise um Scareware – eine Form der Malware, die mit der Angst von Nutzern vor Malware arbeitet, die dann im nächsten Schritt tatsächlich auch installiert wird«, warnt Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW GROUP (www.psw-group.de).
Die IT-Sicherheitsexpertin erklärt: »Solche Fake Alerts deuten auf schwere Ausnahmefehler oder Angriffe hin. Dem Nutzer wird empfohlen, mit konkreten Produkten wie Antispysoftware oder Cleaner dagegen vorzugehen. Klicken Nutzer nun auf diese vermeintlichen Lösungen, wird zeitgleich Schadsoftware heruntergeladen und der Rechner ist infiziert.« Diese Schadsoftware kann jede erdenkliche Malware sein, auch Ransomware, die dann für die Verschlüsselung von Daten sorgt. Das, was dem Nutzer also eigentlich helfen soll – nämlich heruntergeladene Tools, die angeblich dafür sorgen, dass die im Fake Alert genannten Fehler nicht auftreten – ist genau die Gefahr, die Nutzer vermeiden möchten.
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