ICS: mehr Schwachstellen in Industrieanlagen und kritischen Infrastrukturen (KRITIS)

von Albert Absmeier

ICS: mehr Schwachstellen in Industrieanlagen und kritischen Infrastrukturen (KRITIS)
ICS: mehr Schwachstellen in Industrieanlagen und kritischen Infrastrukturen (KRITIS)
Fertigung, Energie und Wasserversorgung am stärksten gefährdete Bereiche der kritischen Infrastruktur. Bewusstsein für die Sicherheit von industriellen Netzwerken wächst.
In der zweiten Jahreshälfte 2020 waren 71 Prozent der aufgedeckten Schwachstellen in industriellen Steuerungssystemen (ICS) aus der Ferne ausnutzbar. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite halbjährliche ICS Risk & Vulnerability Report von Claroty . Im Vergleich zu 2019 wurden demnach ein Viertel mehr ICS-Schwachstellen offengelegt, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 betrug die Steigerung 33 Prozent. Der Bericht kombiniert die Entdeckungen des Claroty-Forscherteams mit vertrauenswürdigen öffentlichen Quellen wie der National Vulnerability Database (NVD), dem Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team (ICS-CERT), CERT@VDE, MITRE sowie den Industrieautomationsherstellern Schneider Electric und Siemens.
Im zweiten Halbjahr 2020 wurden 449 Schwachstellen in ICS-Produkten von 59 Anbietern bekannt. Davon wurden 70 Prozent mit hohen oder kritischen CVSS-Scores (Common Vulnerability Scoring System) bewertet. Gut Dreiviertel (76 %) dieser Schwachstellen können zudem ohne Authentifizierung ausgenutzt werden.
»Die beschleunigte Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken aufgrund der digitalen Transformation steigert zwar die Effizienz von industriellen Prozessen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche«, erklärt Amir Preminger, Vice President of Research bei Claroty.

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