Cyberkriminellen (endlich) einen Schritt voraus sein
von Albert Absmeier

Ein Plädoyer für den Aufbau einer langfristigen Strategie für Cybersicherheit.
Betrachtet man die allgemeine Bedrohungslage, die Anzahl der Cyberangriffe auf Unternehmen und die Meldungen erfolgreicher Hacks, so scheinen Cyberkriminelle der IT-Sicherheit mit ihren innovativen Angriffen immer einen Schritt voraus zu sein. Kein Wunder – sind viele CISOs und CIOs hauptsächlich damit beschäftigt, die im jeweiligen Moment stattfindenden Angriffe abzuwehren, anstatt sich die permanent weiterentwickelnde Bedrohungslandschaft auf lange Sicht hin anzusehen. Mit einer umfassenden und langfristigen Cybersicherheitsstrategie wären Unternehmen deutlich effektiver gegen künftige Attacken gerüstet. Dies ist trotz der Vielzahl von Angriffen in der Gegenwart durchaus möglich – denn die Zukunft ist keinesfalls so ungewiss, wie man vermuten mag. Viele neue Bedrohungen sind anspruchsvolle Weiterentwicklungen bereits bestehender Angriffsvektoren.
Neue Bedrohungen, alte Angriffsvektoren
In vielerlei Hinsicht hat die Security-Branche selbst Schuld an der derzeitigen »kurzsichtigen Strategie«. Viele Technologieanbieter nutzen die Angst und Unsicherheit von Kunden als Verkaufsinstrument und behaupten, dass sich die Cybersicherheit so schnell entwickele, dass man nicht vorhersagen könnte, was als nächstes kommt. Dieser Angstmacher-Ansatz in der Praxis der Entscheidungsfindung mag zwar helfen, die neuesten Sicherheitsprodukte zu verkaufen, aber er fördert auch aktiv eine kurzfristige Denkweise.
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