Datenschutz als Triebfeder unternehmerischen Handelns
von Albert Absmeier

2020 hatte es in sich, und das nicht nur in Sachen Cybersicherheit. Die Pandemie hat Firmen gezwungen, ganze Belegschaften in den Remote-Working-Modus zu versetzen. Das hat IT-Teams allerorten vor große operative Herausforderungen gestellt. Diese Herausforderungen haben sich durch »Schrems II« und letztendlich durch das EU-Handelsabkommen und seine Auswirkungen auf die Datenschutzbestimmungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) weiter verschärft.
Der Grad an Unsicherheit ist erheblich, trotzdem ist er aus Sicht des Datenmanagements überschaubar – ein wenig Planung vorausgesetzt. Es ist ein bisschen als wollte man einen bestimmten Muskel trainieren. in diesem Fall einen Muskel, der in der Lage ist, die Datenschutzbestimmungen im gesamten Unternehmen zu verbessern. Auch wenn wir heute davon sprechen, dass im Grunde jedes Unternehmen ein Softwareunternehmen sind, Daten sind dennoch die eigentliche Triebfeder.
Operationen mit Daten
Eine der herausragenden Prioritäten muss es folglich sein, Risiken zu senken oder zu beheben, die Operationen mit Daten betreffen.
Der erste Schritt besteht in einer präzisen Bestandsaufnahme der Datenelemente, die im Rahmen geschäftlicher Prozesse gesammelt und verwendet werden. Dabei sind hier nicht Daten im Sinne personenbezogener Daten gemäß der Definition in Artikel 4 der DSGVO gemeint. Vielmehr sollte man alle Attribute der Informationen betrachten, die Teil des Geschäftsbetriebs sind. Das ist keine ganz unwichtige Unterscheidung.
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