Verschlüsselung ist Unternehmenssache: Die Rückkehr zur Datensouveränität
von Albert Absmeier

Das im Juli vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gefällte Urteil, den Privacy Shield für ungültig zu erklären, hinterlässt große Herausforderungen für Unternehmen. Durch das Abkommen war bis dato geregelt, wie personenbezogene Daten von Europa nach Amerika sicher übermittelt und dort gespeichert werden. Jetzt sind Unternehmen nochmals mehr in der Verantwortung, eigene Schutzmechanismen aufzubauen, um die erforderliche Sicherheit zu gewährleisten. Dies betrifft nicht zuletzt auch eines der wichtigsten Kommunikationstools im Geschäftsalltag: die E-Mail. Will man den Datenschutz konsequent einhalten, sollte sich die Verschlüsselung künftig als Standard etablieren.
Heutzutage können Verantwortliche kaum mehr die Augen davor verschließen, dass E-Mails besonders anfällig für Cyberangriffe sind und sich Datenabflüsse ohne professionelle Schutzmaßnahmen nicht verhindern lassen. Gerade beim Einsatz außereuropäischer Lösungen haben sich viele Unternehmen bislang keine Gedanken darüber gemacht, wo sich ihre Daten tatsächlich befinden und welchen Einfluss die Regierungen der Herstellerländer auf die Datensouveränität haben. Ein Großteil der Cloud-Provider, darunter etwa Google, Amazon, Microsoft oder Apple, sind in Amerika ansässig. Das heißt, dass in den USA viele Daten – auch personenbezogene – überwacht, gespeichert und verarbeitet werden. Spätestens seit Edward Snowden sollte zudem jedem bekannt sein, dass ein Hauptteil des E-Mail-Stroms über Amerika läuft. Dort gilt allerdings ein a
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