Melanie Öhlenbach

Journalistin·Redakteurin·Bloggerin, Bremen

15 Abos und 1 Abonnent
Artikel

Diese Tipps helfen beim Entrümpeln der Wohnung

Entrümpeln ist eine gute Idee - gerade als Vorsatz für das neue Jahr. Doch wie und wo fängt man am besten an? Wenn man die Dinge ausfindig macht, die keinen festen Platz haben, ist ein erster Schritt getan.

Neues Jahr - neue Vorsätze. Bei vielen steht zum Übergang von 2018 auf 2019 der Wunsch nach einer aufgeräumten Wohnung weit oben auf der Liste. „Nach der opulenten Weihnachtszeit besteht oft der Wunsch, sich die Leichtigkeit und Luftigkeit des Frühlings in die Wohnung zu holen", sagt Sabine Haag, Ordnungscoach und Bloggerin aus Mainz.

Doch wo anfangen? Zunächst einmal gilt es, die Dinge zu erkennen, die die eigenen vier Wände zumüllen. „Gerümpel ist nicht nur Müll", sagt Feng-Shui- und Tao-Geomantie-Meisterin Danijela Saponjic aus München. „Es sind meistens Dinge, die wir nicht nutzen, nicht brauchen und vor allem: nicht lieben."

Gerümpel findet sich nicht nur in Schränken oder unter dem Bett. Auch freie Flächen werden schnell zugemüllt. „Gerümpelecken entstehen immer, wenn es für bestimmte Dinge keine fest definierte Ablage gibt", sagt Haag. Helfen können zum Beispiel Haken an der Tür, Körbchen für die Post, Schlüsselbrett.


Um Sachen auszumisten, gibt es viele Vorgehensweisen. Egal, für welche man sich entscheidet: „Wichtig ist es, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht allzu streng zu sich zu sein", sagt Saponjic. Gleichzeitig sollte das Entrümpeln auch kein Dauerprojekt werden. Ihr Tipp: sich feste Termine von maximal vier Stunden in den Kalender eintragen, für gute Musik, Essen und Getränke und - bei Bedarf - auch für Unterstützung sorgen. „Gehen Sie mit Freude ans Ausmisten. Und hören Sie auf, wenn es am meisten Spaß macht. So erhalten Sie sich das positive Gefühl."

Auch Aufräumberaterin Rita Schilke aus Berlin empfiehlt, genau dort anzufangen, wo Unordnung und Platzmangel am meisten stören. „Dann ist die Motivation, etwas zu verändern, am größten. Das erreichte Ergebnis freut hier besonders und spornt an, an anderen Stellen in der Wohnung weiterzumachen." Zunächst sollte man nur einen konkreten Bereich wie eine Schublade oder ein Schrankfach angehen. „Räumen Sie alles aus diesem Bereich aus, begutachten Sie jedes Teil einzeln und entscheiden Sie, was damit passieren soll."

Flohmärkte und Verkaufsplattformen können eine Lösung sein

Die aussortierten Gegenstände werden dann in maximal vier Kategorien gestapelt: reparieren und ausbessern, spenden und verschenken, entsorgen sowie unentschieden. Schilke empfiehlt, Letztere am Ende noch einmal durchzusehen. Wer sich nicht so schnell entscheiden kann, kann diese Dinge auch in einer Kiste auf dem Dachboden lagern, findet Saponjic. Allerdings für maximal ein halbes Jahr. „Wenn ich bis dahin nichts aus dem Karton benötigt habe, kann er ungeöffnet verschenkt oder entsorgt werden."

Wer seine Sachen loswerden möchte, muss sie nicht unbedingt als Müll entsorgen. „Gerümpel ist oft nicht nur mit vielen Emotionen verbunden. Viele wollen etwas nicht wegwerfen, weil sie Geld dafür bezahlt haben", sagt Saponjic. Flohmärkte und Verkaufsplattformen im Internet können hier eine Lösung sein. Allerdings sollte man dabei nicht den Aufwand unterschätzen. Es kann Wochen dauern, bis sich ein Interessent meldet. „Bei allem Fokus auf das Geld sollten wir den Wert von Zeit nicht aus den Augen verlieren", warnt Saponjic.

7 Tipps zum Aufräumen und Ordnung halten

Wem das zu aufwendig ist, dem empfiehlt Haag, sich an einen Service zu wenden, der gegen eine Provision Marken-Kleidung oder Elektronikgeräte im Internet verkauft. Die Bloggerin verschenkt aber auch gerne Sachen, insbesondere Möbel und Dekorationen. „Ich stelle Dinge gerne auf die Straße und freue mich, dass jemand sie adoptiert." Auch soziale Einrichtungen nehmen Spenden entgegen, die sie entweder direkt weitergeben oder für den guten Zweck verkaufen.

Zum Original