Belarus/Weißrussland-ABC
von Margita Gürtler
A
Ampeln in Belarus zeigen, wie viele Sekunden es noch dauert, bis es grün/rot wird. Bei manchen Fußgängerampeln fangen die grünen Männchen zu rennen an, wenn die Ampel bald auf rot schaltet.
Es soll Untersuchungen geben, die belegen, dass Sekundenangaben helfen, einsichtiger zu sein und dass deshalb die Unfälle weniger werden.
B
Belarussisch ist eine der beiden offiziellen Sprachen in Belarus; außerdem ist es offizielle Sprache in einigen Orten Polens und anerkannte Minderheitssprache in der Ukraine. Die Sprache ähnelt dem Russischen, wird aber nur von rund 7,9 Millionen gesprochen, russisch dagegen von um die 280 Millionen. Auch in Weißrussland wird viel Russisch gesprochen. Unterschiede fallen bei den Ortsschildern auf, denn es gibt Unterschiede in der Schrift und dann auch bei den Worten; ein Beispiel: Die Stadt Mogilev heißt russisch Mogilev, belarussisch Mahiljou und ein weiteres Beispiel ist der Name des Präsidenten, russisch ist es Lukaschenko und belorussisch Lukaschenka.
C
Chagall
Marc Chagall wurde noch im Zarenreich geboren, dem julianischen Kalender gemäß am 24. Juni 1887, was im 19. Jahrhundert dem gregorianischen Datum 6. Juli entsprach, ab 1900 aber dem 7. Juli. Häufig soll deshalb das Geburtsdatum von Marc Chagall falsch angegeben werden.
Marc Chagall ist eine der bekanntesten weißrussischen Persönlichkeiten; gern wird er für einen Franzosen gehalten, denn dort hat er oft gelebt, viel gearbeitet und dort ist er gestorben und liegt begraben.
Marc Chagall ist berühmt und beliebt wegen der poetisch liebevollen Erzählweise in seinen Bildern, Zeichnungen und Glasfenstern.
In Witebsk im Norden von Belarus gibt es zwei Chagall-Museen. Eins ist das Haus im Stetl, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern gelebt hatte und woher viele seiner Motive stammten. obSpäter ist er in der Welt weit herumgekommen, aber nicht mehr nach Witebsk zurück. Das andere Chagall-Museum ist eine Gemäldesammlung vor allem mit gestifteten Werken.
D
Demokratie oder Diktatur
Belarus ist eine Republik mit Präsidialsystem. Präsident ist Alexander Lukaschenko (Aljaksandr Lukaschenka). Zum ersten Mal wurde er 1994 gewählt, seither immer wieder. Damit dies möglich wurde, ließ er die Verfassung ändern. Er setzte auch durch, dass die Landesbank nicht mehr unabhängig ist; zwei Landesbankvorstände traten deshalb aus Protest zurück – der Geldwert ging auf Talfahrt (siehe auch Währung). Meinungs- und Pressefreiheit sind eingeschränkt. Die Justiz ist nicht unabhängig.
Schon 2012 schrieb Werner Schulz als Mitglied des europäischen Parlaments, dass in „Belarus der Charakter von Scheinwahlen offensichtlich ist“. Proteste ließ der Präsident niederschlagen. Der Präsidentschaftskandidat Nikolaj Statkewitsch wurde 2010 in der Wahlnacht verhaftet, zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und am 22. August 2015 freigelassen. Um bei der Wahl Präsidentschaftskandidat sein zu können, hätte er am 21. August 100.000 Unterstützerunterschriften abgeben müssen.
Lukaschenko wird oft der letzte Diktator Europas genannt. Er selber sagte nach der Krim-Annexion, nun sei es Putin und er nur ein kleinerer. Die Krim-Annexion förderte bei Präsident und Opposition dieselbe Furcht vor einer Annexion des Landes nach Krim-Muster. Der Präsident punktete dann international mit der Einladung nach Minsk und den Minsker Abkommen, für die er Gastgeber war, nicht aber Moderator.
Die Wahlen am 11. Oktober 2015 hat Lukaschanko wieder gewonnen. Auffällig ist, dass nur das Wahldatum beworben wurde – in russisch und belarussisch –, aber nicht der Kandidat. Neu ist es auch, dass mit Tatjana Korotkewitsch eine Frau Gegenkandidatin war, die jedoch von anderen oppositionellen Kräften wenig unterstützt wurde, eher im Gegenteil.
Die NZZ schrieb am 29. September: „Lukaschenko hat es allerdings verstanden, sein Volk bei Laune zu halten, nicht zuletzt mit Lohnsteigerungen und Importen von Konsumgütern. Aber dieses Modell stösst an seine Grenzen.“
E
Essen und Trinken
Die Küche von Belarus gleicht denen der Anrainerstaaten Russland, Lettland, Litauen, Polen und der Ukraine. Das Essen beginnt mit einem Salat. Es folgt eine Suppe, am beliebtesten sollen Borscht und eine Art von Ravioli-Suppe sein. Der Hauptgang ist häufig eine Hühnchenbrust im Mantel zum Beispiel aus Ei und Pilzen. Kartoffeln gibt es in unzähligen Variationen. Beliebt sind auch Platten mit Speck, Schinken und Salami zum Wodka. Stilles Wasser gehört zum Gedeck; meist kann man es auch gegen Sprudel austauschen. Wein wird in Belarus nicht angebaut; in den Hotels erhält man Weine aus aller Welt.
Eine Besonderheit sind die raffinierten Süßigkeiten zum Dessert.
F
Fegen
In Belarus wird gefegt, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Entsprechend sauber sieht es überall aus. Wird da Druck ausgeübt? Wird freiwillig gefegt? Wird das Fegen bezahlt? Drei offen gebliebene Fragen.
G
Geschichtlicher Überblick (Geld siehe Währung)
7. bis 12. Jahrhundert:
Erste Staaten auf dem Gebiet von Belarus (Polazk)
13. bis 16. Jahrhundert:
Im Großfürstentum Litauen vereinigt sind Litauen, Kiew, Tschernigau, Volyn/Ukraine und Westrussland.
1569 bis 1772:
Das Großfürstentum Litauen und das Königreich Polen bilden zu gleichen Teilen die föderative
Adelsrepublik Polen-Litauen, Rzecz Pospolita.
1772-1917:
Nach langen Kriegen wurde Rzecz Pospolita aufgeteilt zwischen Russland, Österreich und Preußen; das Gebiet von Belarus wurde Russland einverleibt.
1914-1918:
Erster Weltkrieg und Revolution in Russland.
1919:
Die Belarussische Sozialistische Sowjet Republik wird gegründet (BCCR/BSSR)).
1922:
Die BSSR wurde Gründungsmitglied der UdSSR.
1941-1944:
Die Deutschen besetzen das Land, morden, wüten und zerstören.
1944:
Die Rote Armee befreit das Land von der deutschen Besetzung.
1945:
Belarus wird Mitglied der UNO.
1954:
Belarus wird Mitglied der UNESCO.
1986:
Nach Katastrophe von Tschernobyl werden weite Teile des Landes durch radioaktiven Niederschlag kontaminiert.
1991:
Nach dem Untergang der UdSSR erklärt sich Belarus zur unabhängigen Republik von Belarus. Von 1991 bis 1994 ist Stanislau Schuschkewitsch Präsident.
1994:
Seit 1994 regiert Aljaksandr Lukaschenka das Land. Zwar waren nach der Verfassung nur zwei Wahlperioden festgelegt; diese Regelung ließ Lukaschenka per Referendum abschaffen. Letzte Wahl war am 11. Oktober 2015.
H
Hotel
Im Hotel muss man als erstes seinen Pass abgeben. Man bekommt ihn bald wieder. Dann prangt auf dem kleinen Zettelchen, das und sein Doppel man schon zu Hause, spätestens beim Zoll ausgefüllt hat, der dann gleich eins behielt, der Stempel des Hotels, das die notwenige Registrierung für den Gast übernahm. Weil die Zettelchen Passformat haben, ist nur wenig Platz für Hotelstempel; sobald er nicht mehr ausrecht, wird ein gelber Notizzettel aufgeklebt und der gestempelt.
I
Internet-TLD ist .by auch eine in Bayern beliebte Domainendung (Internationaler Flughafen siehe Verkehr)
Die Domain-Endung .by eigne sich zur Vermarktung und Präsentation lokaler, bayerischer Angebote, wirbt ein Domainvermittler. Darüber hinaus sei sie natürlich auch für Firmen interessant, die in Weiss-Russland ansässig sind oder Handelsbeziehungen dorthin unterhalten. Eine .by-Domain könne man jederzeit über den Vermittler beantragen. Aber die Registrierung dauere bis zu sechs Wochen. Seit es .bayern gibt, ist die TDL .by nicht mehr so interessant – wenn auch schön kurz.
J
Jagd
Belarus ist ein wenig besiedeltes Land. Deshalb kann sich Wild hier gut ausbreiten (auch, wenn man auf Fahrten durchs Land nur selten Wildtiere sieht). Über die Jagd soll Geld ins Land kommen und Belarus hat Jägerinnen und Jägern was dafür zu bieten. Wildschweine, zum Beispiel zeichnen sich hier durch die besondere Größe der Hauer (Eckzähne) aus.
Weitere in Belarus gut zu jagenden Arten sind Rothirsch, Elch, Auer- und Birkhahn, Wolf, Luchs und – ganz etwas Besonderes – Wisent. Wisent oder Bison ist das das letzte Wildrind Europas. 1927 soll das letzte im Kaukasus gewildert worden sein. Später wurden aus zwölf zuchtfähigen Stieren und Kühen aus zoologischen Gärten wieder so große Bestände geschaffen, dass die Jagd aufs Wisent möglich wurde. Von den über 2000 Stück lebt ein Drittel in Belarus.
Eine riesige Wiesentfigur begrüßt ankommende Gäste schon auf der Fahrt vom Internationalen Flughafen Minsk zur Stadt und macht deutlich, das Wisent ist hier Nationaltier. Für die Jagd werden nur ausgewählte Tiere freigegeben.
K
Klima und Lage
Das Land grenzt im Westen an Polen, im Norden an Litauen und Lettland, im Osten an Russland und im Süden an die Ukraine. Das Klima ist gemäßigt kontinental. Zwischen den Sommermonaten und den Wintermonaten gibt es große Temperaturunterschiede.
Die Winter sind kalt und schneereich. Die Temperaturen fallen ab November unter Null und bis März muss mit Frost gerechnet werden. Am Mildesten ist es im Winter im Südwesten, am Kältesten dagegen im Nordosten.
Von Mai bis September liegen die Höchsttemperaturen deutlich über fünfzehn Grad, von Juni bis August kann es sehr heiß werden. Heißester Monat ist der Juli mit Temperaturen bis über dreißig.
Frühjahr und Herbst sind ähnlich wie im Rest Mitteleuropas.
L
Leinen und andere Souvenirs
Artikel aus Leinen wie Servietten, Tischdecken oder Tischläufer sind beliebte Belarus-Souvenirs; außerdem Süßigkeiten, Babuschkas, Körbe und Geflechte unterschiedlichster Gestalt, wie kleine Blumen oder Tiere.
M
Mir
Eine von drei Weltkulturerbe-Stätten in Belarus ist Schloss Mir auf dem Weg von Minsk nach Brest. Es ist eine mächtige Anlage, begonnen schon im 16. Jahrhundert. Heute gilt die Anlage mit ihren gewaltigen fünf Backsteintürmen als Beispiel der Magnatenarchitektur in der Zeit der polnisch-litauischen Adelsrepublik mit Stilelementen aus Gotik, Renaissance und Barock.
N
Nobelpreisträger
Fünf Nobelpreisträger:
Schores Iwanowitsch Alfjorow wurde am 15. März 1930 in Wizebsk in der Sowjetunion (heute Belarus) geboren. Er ist Physiker und Träger des Nobelpreises für Physik 2000 mit Jack Kilby zusammen und Herbert Kroemer.
Menachem Begin wurde am 16. August 1913 in Brest-Litowsk in Russland (heute Belarus) geboren. Er war ein israelischer Staatsmann, der u. a. Ministerpräsident Israels war und mit dem Friedensnobelpreis 1978 ausgezeichnet wurde.
Svetlana Alexijewitsch wurde am 31. März 1948 als Tochter einer Ukrainerin und eines Weißrussen in der Sowjetunion (heute Ukraine) geboren und wuchs in Belarus in einem Dorf auf.
Sie ist die jüngste Nobelpreisträgerin und die erste Frau aus Belarus, die einen Nobelpreis erhielt. Am 8. Oktober 2015 wurde verkündet, dass sie mit dem Literaturnobelpreis 2015 aufgezeichnet werde „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“.
Simon Smith Kuznets wurde nach dem gregorianischen Kalender am 30. April 1901 (am 17. April 1901 nach dem damals in dieser Region noch verwendeten julianischen Kalender) in Pinsk in Russland (heute Belarus) geboren. Er war Ökonom und Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1971.
Schimon Peres wurde am 2. August 1923 in Wischnewa in Polen (heute Belarus) geboren. Er ist israelischer Politiker, Präsident des Staates Israel von 2007 bis 2014 und Träger des Friedensnobelpreises 1994 mit Jassir Arafat.
O
Obelix will Weißrusse werden
Gérard Depardieu, der u.a. als „Obelix“-Darsteller berühmt wurde, soll seinen gesamten Besitz in Frankreich verkaufen und seine Heimat endgültig verlassen wollen. Er wolle bald in Belarus wohnen. Und so wird er zitiert: „Bei den Bauern, weil es schön ist, und weil der Präsident ein sympathischer Mann ist.“
Er wolle aber auch weiterhin in Frankreich drehen – nur dort Steuern zahlen, das nicht – die Rede ist von 75 Prozent.
P
Polizei
Die Polizei in Belarus ist sogar von deutscher Polizei geschult worden. Im August 2013 wurde bekannt, dass deutsche Polizei Jahre lang Sicherheitskräfte aus dem autoritär regierten Land in Deutschland und in Minsk ausgebildet hat. Die Ausbildungshilfen hätten in einer Zeit stattgefunden hätten, in der von Belarus Signale ausgegangen seien, sich Reformen zu öffnen. Die Maßnahme sei dann aber Ende 2010 in Absprache mit dem Auswärtigen Amt abgebrochen worden.
Q
Quas
Die Schreibweise ist veraltet; aber was gibt es schon mit Q. Kwas oder Kwass wird es jetzt mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Es ist ein beliebtes Getränk aus Roggenbrot, Hefe und Zucker.
Ein Rezept für Quas oder Kwas oder Kwass:
Dünne Roggenbrot-Scheiben in einer Pfanne braten, bis sie dunkelbraun sind. Wasser dazugießen und einige Stunden warm stellen. In warmem Wasser aufgelöste Hefe mit Zucker vermischen und mit der Roggenbrot-Masse verrühren, dann 10 Stunden an ziehen lassen. Danach in eine Flasche gießen und 3 Tage lang kalt lagern.
R
Ratschläge
Das Auswärtige Amt:
„Folgende Schutzimpfungen werden empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Aufenthalt unter Hygienemängeln, Jagd, Jogging u. a.) kann auch ein Impfschutz gegen Tollwut sinnvoll sein, ebenso gegen die durch Zecken übertragene Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME – Saison: April bis Oktober). Durch das Beachten von Hygieneregeln („peel it, boil it – or forget it“) und einen konsequenten Insektenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können bestimmte Infektionserkrankungen / Durchfälle vermieden werden.
Der Genuss von Leitungswasser ist nicht zu empfehlen.“
Andererseits wird sogar „jung machendes“ Brunnenwasser ohne Bedenken getrunken und in Flaschen abgefüllt mitgenommen.
S
Städte
Die zehn größten Städte und ihre ungefähren Einwohnerzahlen in Tausender-Angaben (Tsd):
Minsk – 1.922 Tsd, Landeshauptstadt, eigener Bezirk und Bezirkshautstadt (Woblasz)
Homel – 515 Tsd, Bezirkshauptstadt
Mahiljou – 371 Tsd, Bezirkshauptstadt
Wizebsk – 348 Tsd, Bezirkshauptstadt
Hrodna – 328 Tsd, Bezirkshauptstadt
Brest – 310 Tsd, Bezirkshauptstadt
Babrujsk – 221 Tsd
Baranawitschy – 169 Tsd
Baryssau – 150 Tsd
Pinsk – 132 Tsd
T
Trinkgeld
Trinkgeld ist immer und überall gern gesehen. Aber Vorsicht: Banknoten gaukeln wegen der vielen Nullen einen Wert vor, den sie nicht haben; 50.000 Rubel sind gerade mal 2,50 Euro.
U
UNO und UNESCO
Belares ist Mitglied in den Organisationen UNO und UNESCO; der UNO trat Belares 1945 bei, der UNESCO 1954.
V
Verkehr
Verkehr gibt es auf Straßen und in der Luft. Belarus ist ein Binnenstaat und hat deshalb keinen Seehafen, unterhält aber eine Handelsflotte, die in lettischen Ostseehäfen zu Hause ist.
Minsk hat den einzigen Internationalen Flughafen des Landes.
Das Straßennetz ist – anders als vielfach berichtet – gut ausgebaut. Da meist wenig Verkehr herrscht, kommt man auch gut voran.
W
Währung
Währung ist der weißrussische Rubel. Er ist zur Zeit nichts wert; für etwas mehr als 50 € ist man Millionär; 5 € sind schon 100.000 Belaruski Rubel, kurz BYR oder Br. In vielen Geschäften kann man mit Kreditkarten zahlen, in einer ganzen Reihe auch mit Bankkarten.
X
Wird hier ein X für ein U vorgemacht?
Ja, es sieht in Belarus manches rosiger aus, als es ist.
Y
Y-Generation
Mehr als 96 Prozent der Einwohner im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind im Internet aktiv. Da verwundert es nicht, dass die jüngere Generation „mutiger, frecher und fordernder“ wird, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung herausfand. 62 Prozent der unter 45-jährigen Männer sagen demnach, dass sich die Dinge in ihrem Land grundsätzlich in die falsche Richtung entwickeln und 45 Prozent dieser Gruppe meint, dass sich Belarus der Europäischen Union anschließen solle.
Z
Zeit
Belarus gehört zur Eastern Europe Time (EET), der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit beträgt plus eine Stunde.
Margita Gürtler
www.margita-guertler.de
[email protected]
Ampeln in Belarus zeigen, wie viele Sekunden es noch dauert, bis es grün/rot wird. Bei manchen Fußgängerampeln fangen die grünen Männchen zu rennen an, wenn die Ampel bald auf rot schaltet.
Es soll Untersuchungen geben, die belegen, dass Sekundenangaben helfen, einsichtiger zu sein und dass deshalb die Unfälle weniger werden.
B
Belarussisch ist eine der beiden offiziellen Sprachen in Belarus; außerdem ist es offizielle Sprache in einigen Orten Polens und anerkannte Minderheitssprache in der Ukraine. Die Sprache ähnelt dem Russischen, wird aber nur von rund 7,9 Millionen gesprochen, russisch dagegen von um die 280 Millionen. Auch in Weißrussland wird viel Russisch gesprochen. Unterschiede fallen bei den Ortsschildern auf, denn es gibt Unterschiede in der Schrift und dann auch bei den Worten; ein Beispiel: Die Stadt Mogilev heißt russisch Mogilev, belarussisch Mahiljou und ein weiteres Beispiel ist der Name des Präsidenten, russisch ist es Lukaschenko und belorussisch Lukaschenka.
C
Chagall
Marc Chagall wurde noch im Zarenreich geboren, dem julianischen Kalender gemäß am 24. Juni 1887, was im 19. Jahrhundert dem gregorianischen Datum 6. Juli entsprach, ab 1900 aber dem 7. Juli. Häufig soll deshalb das Geburtsdatum von Marc Chagall falsch angegeben werden.
Marc Chagall ist eine der bekanntesten weißrussischen Persönlichkeiten; gern wird er für einen Franzosen gehalten, denn dort hat er oft gelebt, viel gearbeitet und dort ist er gestorben und liegt begraben.
Marc Chagall ist berühmt und beliebt wegen der poetisch liebevollen Erzählweise in seinen Bildern, Zeichnungen und Glasfenstern.
In Witebsk im Norden von Belarus gibt es zwei Chagall-Museen. Eins ist das Haus im Stetl, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern gelebt hatte und woher viele seiner Motive stammten. obSpäter ist er in der Welt weit herumgekommen, aber nicht mehr nach Witebsk zurück. Das andere Chagall-Museum ist eine Gemäldesammlung vor allem mit gestifteten Werken.
D
Demokratie oder Diktatur
Belarus ist eine Republik mit Präsidialsystem. Präsident ist Alexander Lukaschenko (Aljaksandr Lukaschenka). Zum ersten Mal wurde er 1994 gewählt, seither immer wieder. Damit dies möglich wurde, ließ er die Verfassung ändern. Er setzte auch durch, dass die Landesbank nicht mehr unabhängig ist; zwei Landesbankvorstände traten deshalb aus Protest zurück – der Geldwert ging auf Talfahrt (siehe auch Währung). Meinungs- und Pressefreiheit sind eingeschränkt. Die Justiz ist nicht unabhängig.
Schon 2012 schrieb Werner Schulz als Mitglied des europäischen Parlaments, dass in „Belarus der Charakter von Scheinwahlen offensichtlich ist“. Proteste ließ der Präsident niederschlagen. Der Präsidentschaftskandidat Nikolaj Statkewitsch wurde 2010 in der Wahlnacht verhaftet, zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und am 22. August 2015 freigelassen. Um bei der Wahl Präsidentschaftskandidat sein zu können, hätte er am 21. August 100.000 Unterstützerunterschriften abgeben müssen.
Lukaschenko wird oft der letzte Diktator Europas genannt. Er selber sagte nach der Krim-Annexion, nun sei es Putin und er nur ein kleinerer. Die Krim-Annexion förderte bei Präsident und Opposition dieselbe Furcht vor einer Annexion des Landes nach Krim-Muster. Der Präsident punktete dann international mit der Einladung nach Minsk und den Minsker Abkommen, für die er Gastgeber war, nicht aber Moderator.
Die Wahlen am 11. Oktober 2015 hat Lukaschanko wieder gewonnen. Auffällig ist, dass nur das Wahldatum beworben wurde – in russisch und belarussisch –, aber nicht der Kandidat. Neu ist es auch, dass mit Tatjana Korotkewitsch eine Frau Gegenkandidatin war, die jedoch von anderen oppositionellen Kräften wenig unterstützt wurde, eher im Gegenteil.
Die NZZ schrieb am 29. September: „Lukaschenko hat es allerdings verstanden, sein Volk bei Laune zu halten, nicht zuletzt mit Lohnsteigerungen und Importen von Konsumgütern. Aber dieses Modell stösst an seine Grenzen.“
E
Essen und Trinken
Die Küche von Belarus gleicht denen der Anrainerstaaten Russland, Lettland, Litauen, Polen und der Ukraine. Das Essen beginnt mit einem Salat. Es folgt eine Suppe, am beliebtesten sollen Borscht und eine Art von Ravioli-Suppe sein. Der Hauptgang ist häufig eine Hühnchenbrust im Mantel zum Beispiel aus Ei und Pilzen. Kartoffeln gibt es in unzähligen Variationen. Beliebt sind auch Platten mit Speck, Schinken und Salami zum Wodka. Stilles Wasser gehört zum Gedeck; meist kann man es auch gegen Sprudel austauschen. Wein wird in Belarus nicht angebaut; in den Hotels erhält man Weine aus aller Welt.
Eine Besonderheit sind die raffinierten Süßigkeiten zum Dessert.
F
Fegen
In Belarus wird gefegt, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Entsprechend sauber sieht es überall aus. Wird da Druck ausgeübt? Wird freiwillig gefegt? Wird das Fegen bezahlt? Drei offen gebliebene Fragen.
G
Geschichtlicher Überblick (Geld siehe Währung)
7. bis 12. Jahrhundert:
Erste Staaten auf dem Gebiet von Belarus (Polazk)
13. bis 16. Jahrhundert:
Im Großfürstentum Litauen vereinigt sind Litauen, Kiew, Tschernigau, Volyn/Ukraine und Westrussland.
1569 bis 1772:
Das Großfürstentum Litauen und das Königreich Polen bilden zu gleichen Teilen die föderative
Adelsrepublik Polen-Litauen, Rzecz Pospolita.
1772-1917:
Nach langen Kriegen wurde Rzecz Pospolita aufgeteilt zwischen Russland, Österreich und Preußen; das Gebiet von Belarus wurde Russland einverleibt.
1914-1918:
Erster Weltkrieg und Revolution in Russland.
1919:
Die Belarussische Sozialistische Sowjet Republik wird gegründet (BCCR/BSSR)).
1922:
Die BSSR wurde Gründungsmitglied der UdSSR.
1941-1944:
Die Deutschen besetzen das Land, morden, wüten und zerstören.
1944:
Die Rote Armee befreit das Land von der deutschen Besetzung.
1945:
Belarus wird Mitglied der UNO.
1954:
Belarus wird Mitglied der UNESCO.
1986:
Nach Katastrophe von Tschernobyl werden weite Teile des Landes durch radioaktiven Niederschlag kontaminiert.
1991:
Nach dem Untergang der UdSSR erklärt sich Belarus zur unabhängigen Republik von Belarus. Von 1991 bis 1994 ist Stanislau Schuschkewitsch Präsident.
1994:
Seit 1994 regiert Aljaksandr Lukaschenka das Land. Zwar waren nach der Verfassung nur zwei Wahlperioden festgelegt; diese Regelung ließ Lukaschenka per Referendum abschaffen. Letzte Wahl war am 11. Oktober 2015.
H
Hotel
Im Hotel muss man als erstes seinen Pass abgeben. Man bekommt ihn bald wieder. Dann prangt auf dem kleinen Zettelchen, das und sein Doppel man schon zu Hause, spätestens beim Zoll ausgefüllt hat, der dann gleich eins behielt, der Stempel des Hotels, das die notwenige Registrierung für den Gast übernahm. Weil die Zettelchen Passformat haben, ist nur wenig Platz für Hotelstempel; sobald er nicht mehr ausrecht, wird ein gelber Notizzettel aufgeklebt und der gestempelt.
I
Internet-TLD ist .by auch eine in Bayern beliebte Domainendung (Internationaler Flughafen siehe Verkehr)
Die Domain-Endung .by eigne sich zur Vermarktung und Präsentation lokaler, bayerischer Angebote, wirbt ein Domainvermittler. Darüber hinaus sei sie natürlich auch für Firmen interessant, die in Weiss-Russland ansässig sind oder Handelsbeziehungen dorthin unterhalten. Eine .by-Domain könne man jederzeit über den Vermittler beantragen. Aber die Registrierung dauere bis zu sechs Wochen. Seit es .bayern gibt, ist die TDL .by nicht mehr so interessant – wenn auch schön kurz.
J
Jagd
Belarus ist ein wenig besiedeltes Land. Deshalb kann sich Wild hier gut ausbreiten (auch, wenn man auf Fahrten durchs Land nur selten Wildtiere sieht). Über die Jagd soll Geld ins Land kommen und Belarus hat Jägerinnen und Jägern was dafür zu bieten. Wildschweine, zum Beispiel zeichnen sich hier durch die besondere Größe der Hauer (Eckzähne) aus.
Weitere in Belarus gut zu jagenden Arten sind Rothirsch, Elch, Auer- und Birkhahn, Wolf, Luchs und – ganz etwas Besonderes – Wisent. Wisent oder Bison ist das das letzte Wildrind Europas. 1927 soll das letzte im Kaukasus gewildert worden sein. Später wurden aus zwölf zuchtfähigen Stieren und Kühen aus zoologischen Gärten wieder so große Bestände geschaffen, dass die Jagd aufs Wisent möglich wurde. Von den über 2000 Stück lebt ein Drittel in Belarus.
Eine riesige Wiesentfigur begrüßt ankommende Gäste schon auf der Fahrt vom Internationalen Flughafen Minsk zur Stadt und macht deutlich, das Wisent ist hier Nationaltier. Für die Jagd werden nur ausgewählte Tiere freigegeben.
K
Klima und Lage
Das Land grenzt im Westen an Polen, im Norden an Litauen und Lettland, im Osten an Russland und im Süden an die Ukraine. Das Klima ist gemäßigt kontinental. Zwischen den Sommermonaten und den Wintermonaten gibt es große Temperaturunterschiede.
Die Winter sind kalt und schneereich. Die Temperaturen fallen ab November unter Null und bis März muss mit Frost gerechnet werden. Am Mildesten ist es im Winter im Südwesten, am Kältesten dagegen im Nordosten.
Von Mai bis September liegen die Höchsttemperaturen deutlich über fünfzehn Grad, von Juni bis August kann es sehr heiß werden. Heißester Monat ist der Juli mit Temperaturen bis über dreißig.
Frühjahr und Herbst sind ähnlich wie im Rest Mitteleuropas.
L
Leinen und andere Souvenirs
Artikel aus Leinen wie Servietten, Tischdecken oder Tischläufer sind beliebte Belarus-Souvenirs; außerdem Süßigkeiten, Babuschkas, Körbe und Geflechte unterschiedlichster Gestalt, wie kleine Blumen oder Tiere.
M
Mir
Eine von drei Weltkulturerbe-Stätten in Belarus ist Schloss Mir auf dem Weg von Minsk nach Brest. Es ist eine mächtige Anlage, begonnen schon im 16. Jahrhundert. Heute gilt die Anlage mit ihren gewaltigen fünf Backsteintürmen als Beispiel der Magnatenarchitektur in der Zeit der polnisch-litauischen Adelsrepublik mit Stilelementen aus Gotik, Renaissance und Barock.
N
Nobelpreisträger
Fünf Nobelpreisträger:
Schores Iwanowitsch Alfjorow wurde am 15. März 1930 in Wizebsk in der Sowjetunion (heute Belarus) geboren. Er ist Physiker und Träger des Nobelpreises für Physik 2000 mit Jack Kilby zusammen und Herbert Kroemer.
Menachem Begin wurde am 16. August 1913 in Brest-Litowsk in Russland (heute Belarus) geboren. Er war ein israelischer Staatsmann, der u. a. Ministerpräsident Israels war und mit dem Friedensnobelpreis 1978 ausgezeichnet wurde.
Svetlana Alexijewitsch wurde am 31. März 1948 als Tochter einer Ukrainerin und eines Weißrussen in der Sowjetunion (heute Ukraine) geboren und wuchs in Belarus in einem Dorf auf.
Sie ist die jüngste Nobelpreisträgerin und die erste Frau aus Belarus, die einen Nobelpreis erhielt. Am 8. Oktober 2015 wurde verkündet, dass sie mit dem Literaturnobelpreis 2015 aufgezeichnet werde „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“.
Simon Smith Kuznets wurde nach dem gregorianischen Kalender am 30. April 1901 (am 17. April 1901 nach dem damals in dieser Region noch verwendeten julianischen Kalender) in Pinsk in Russland (heute Belarus) geboren. Er war Ökonom und Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1971.
Schimon Peres wurde am 2. August 1923 in Wischnewa in Polen (heute Belarus) geboren. Er ist israelischer Politiker, Präsident des Staates Israel von 2007 bis 2014 und Träger des Friedensnobelpreises 1994 mit Jassir Arafat.
O
Obelix will Weißrusse werden
Gérard Depardieu, der u.a. als „Obelix“-Darsteller berühmt wurde, soll seinen gesamten Besitz in Frankreich verkaufen und seine Heimat endgültig verlassen wollen. Er wolle bald in Belarus wohnen. Und so wird er zitiert: „Bei den Bauern, weil es schön ist, und weil der Präsident ein sympathischer Mann ist.“
Er wolle aber auch weiterhin in Frankreich drehen – nur dort Steuern zahlen, das nicht – die Rede ist von 75 Prozent.
P
Polizei
Die Polizei in Belarus ist sogar von deutscher Polizei geschult worden. Im August 2013 wurde bekannt, dass deutsche Polizei Jahre lang Sicherheitskräfte aus dem autoritär regierten Land in Deutschland und in Minsk ausgebildet hat. Die Ausbildungshilfen hätten in einer Zeit stattgefunden hätten, in der von Belarus Signale ausgegangen seien, sich Reformen zu öffnen. Die Maßnahme sei dann aber Ende 2010 in Absprache mit dem Auswärtigen Amt abgebrochen worden.
Q
Quas
Die Schreibweise ist veraltet; aber was gibt es schon mit Q. Kwas oder Kwass wird es jetzt mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Es ist ein beliebtes Getränk aus Roggenbrot, Hefe und Zucker.
Ein Rezept für Quas oder Kwas oder Kwass:
Dünne Roggenbrot-Scheiben in einer Pfanne braten, bis sie dunkelbraun sind. Wasser dazugießen und einige Stunden warm stellen. In warmem Wasser aufgelöste Hefe mit Zucker vermischen und mit der Roggenbrot-Masse verrühren, dann 10 Stunden an ziehen lassen. Danach in eine Flasche gießen und 3 Tage lang kalt lagern.
R
Ratschläge
Das Auswärtige Amt:
„Folgende Schutzimpfungen werden empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Aufenthalt unter Hygienemängeln, Jagd, Jogging u. a.) kann auch ein Impfschutz gegen Tollwut sinnvoll sein, ebenso gegen die durch Zecken übertragene Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME – Saison: April bis Oktober). Durch das Beachten von Hygieneregeln („peel it, boil it – or forget it“) und einen konsequenten Insektenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können bestimmte Infektionserkrankungen / Durchfälle vermieden werden.
Der Genuss von Leitungswasser ist nicht zu empfehlen.“
Andererseits wird sogar „jung machendes“ Brunnenwasser ohne Bedenken getrunken und in Flaschen abgefüllt mitgenommen.
S
Städte
Die zehn größten Städte und ihre ungefähren Einwohnerzahlen in Tausender-Angaben (Tsd):
Minsk – 1.922 Tsd, Landeshauptstadt, eigener Bezirk und Bezirkshautstadt (Woblasz)
Homel – 515 Tsd, Bezirkshauptstadt
Mahiljou – 371 Tsd, Bezirkshauptstadt
Wizebsk – 348 Tsd, Bezirkshauptstadt
Hrodna – 328 Tsd, Bezirkshauptstadt
Brest – 310 Tsd, Bezirkshauptstadt
Babrujsk – 221 Tsd
Baranawitschy – 169 Tsd
Baryssau – 150 Tsd
Pinsk – 132 Tsd
T
Trinkgeld
Trinkgeld ist immer und überall gern gesehen. Aber Vorsicht: Banknoten gaukeln wegen der vielen Nullen einen Wert vor, den sie nicht haben; 50.000 Rubel sind gerade mal 2,50 Euro.
U
UNO und UNESCO
Belares ist Mitglied in den Organisationen UNO und UNESCO; der UNO trat Belares 1945 bei, der UNESCO 1954.
V
Verkehr
Verkehr gibt es auf Straßen und in der Luft. Belarus ist ein Binnenstaat und hat deshalb keinen Seehafen, unterhält aber eine Handelsflotte, die in lettischen Ostseehäfen zu Hause ist.
Minsk hat den einzigen Internationalen Flughafen des Landes.
Das Straßennetz ist – anders als vielfach berichtet – gut ausgebaut. Da meist wenig Verkehr herrscht, kommt man auch gut voran.
W
Währung
Währung ist der weißrussische Rubel. Er ist zur Zeit nichts wert; für etwas mehr als 50 € ist man Millionär; 5 € sind schon 100.000 Belaruski Rubel, kurz BYR oder Br. In vielen Geschäften kann man mit Kreditkarten zahlen, in einer ganzen Reihe auch mit Bankkarten.
X
Wird hier ein X für ein U vorgemacht?
Ja, es sieht in Belarus manches rosiger aus, als es ist.
Y
Y-Generation
Mehr als 96 Prozent der Einwohner im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind im Internet aktiv. Da verwundert es nicht, dass die jüngere Generation „mutiger, frecher und fordernder“ wird, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung herausfand. 62 Prozent der unter 45-jährigen Männer sagen demnach, dass sich die Dinge in ihrem Land grundsätzlich in die falsche Richtung entwickeln und 45 Prozent dieser Gruppe meint, dass sich Belarus der Europäischen Union anschließen solle.
Z
Zeit
Belarus gehört zur Eastern Europe Time (EET), der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit beträgt plus eine Stunde.
Margita Gürtler
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Margita Gürtler
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