Gefüllte Mochi [2]

von Claudia Wendt

Gefüllte Mochi
Diese Rezeptesammlung stellt Rezepte von gefüllten Mochi vor. Mit Erdbeeren, Marzipan oder Mohn gefüllt: Alles ist möglich.
Rezept Daifuku Mochi
Daifuku Mochi

Bei dieser Mochiart handelt es sich um Mochi, die mit süßer Bohnenpaste gefüllt sind. Die Mochimasse ist wenig, bis gar nicht gesüßt, da die Füllung mit Zucker gesüßt ist. Für mein eigenes Rezept habe ich Marzipan verwendet. Dadurch lässt er sich besser bearbeiten. Achtet darauf, niemals zu viel Stärke bei der Bearbeitung von Mochiteig zu verwenden. Marzipan eignet sich als Füllung sehr gut.

Zutaten:

Grundrezept für Mochiteig
100 g Mochigome-Reis gemahlen
ca. 80 ml Wasser (der Reis sollte mit Wasser gerade so bedeckt sein) (für Daifuku Mochi nimm etwas weniger, damit sich der Teig besser bearbeiten und formen lässt)
ca. 50 g Zucker
1 EL Karamellsirup mit Glukosesirup (es geht vor allem um den Glukosesirup, damit der Mochiteig schön weich bleibt, ich nehme dafür den Karamellsirup von Grafschafter)
Etwas Stärke
Marzipan oder anderes zum Füllen

Zuerst bereite den Mochiteig zu. Vermische dafür den gemahlenen Mochigome-Reis mit Zucker und dem Wasser in einer Schüssel. Setze die Schüssel in einen Bambusdämpfer und decke sie mit einem Teller ab. Es darf kein Wasserdampf an die Masse kommen. Dämpfe die Masse bei hoher Temperatur 40-60 Minuten. Rühre nach der Hälfte der Zeit den Teig einmal um, damit sich alles gleichmäßig vermischt. Achte darauf, dass keine weißen Punkte mehr erkennbar sind. Füge den Karamellsirup hinzu und rühre alles noch einmal durch. Gebe die Masse auf ein feuchtes Handtuch und knete sie durch. Befeuchte die Hände mit kaltem Wasser. Das Mochi in mehrere Stücke aufteilen und zu Kugeln rollen. Die Kugeln glatt drücken und mit der gewünschten Füllung belegen. Diese Füllung mit dem Mochiteig umhüllen. Das fertige Mochi auf einer Platte anrichten und die überschüssige Stärke vorher mit einem Pinsel abfegen.


Ichigo Daifuku Mochi
Bei diesem Wagashi handelt es sich um eine Form von Namagashi.

In Japan sind sie sehr beliebt. Man serviert sie im Frühjahr, ungefähr im März, wenn Erdbeerzeit ist. Diese Art Wagashi wurde ungefähr 1985 entwickelt.

"Ichigo" heißt Erdbeere. Daifuku bedeutet "großes Glück".

Eine Erdbeere wird mit Marzipan umhüllt, um dann in Mochiteig gewickelt zu werden.

Der Mochiteig ist bei diesem Wagashi etwas fester und weiß.

Er wird aus Shiratama-ko hergestellt, einer speziellen Reismehlsorte.

Selbstverständlich werden die Erdbeeren in Japan in Anko (Shiro-an oder Koshi-an) gehüllt.

Es empfiehlt sich diese Art der Wagashi sollten sofort zu essen, da sie sich nicht lange halten.

Ichigo Daifuku Mochi0.jpg

Mochi-Teig Grundrezept
Erdbeeren
Marzipan

Bei der Herstellung des Mochiteigs das Wasser etwas reduzieren.

Mochiteig, Marzipan + Erdbeere

Hülle eine Erdbeere in Marzipan. Wickel diese in dem Mochi-Teig ein.

Wer das Original-japanische Rezept ausprobieren möchte, nimmt anstelle des Marzipans Rote Azukibohnenpaste.

Ichigo Daifuku Mochi with strawberryfilling

Ein Artikel zum Thema Ichigo Daifuku Mochi


Kuro Goma Daifuku Mochi
Kurogoma Daifuku aufgeschnitten

"Kuro Goma" ist schwarzer Sesam. Kuro Goma Daifuku Mochi, sind Daifuku Mochi, die mit einer Mischung aus schwarzem Sesam und Anko gefüllt sind.

Kuro-Goma-An ist eine Kombination aus Anko, einer süßen Bohnenpaste und gemahlenem schwarzen Sesam. Schwarzer Sesam hat einen sehr nussigen Geschmack. Dazu kommt Sesampaste. Der Geschmack der Mischung ist nussig, schokoladig.

Zu diesem Mochi passt Oolong-Tee besonders gut.

Kuro Goma Daifuku Mochi gehören zu den "Black Foods". Sie passen besonders gut zum Herbst.

Bei meinem eigenen Rezept habe ich eine Mischung aus Marzipan, Mohn und Sesam für die Füllung hergestellt.

Kurogoma Daifuku aufgeschnitten

Mehr darüber findest du bei:

Wagashi Maniacs Artikel über Mochi mit schwarzem Sesam


Uguisu Mochi
Uguisu (鴬) ist die japanische Nachtigall. Sie wird auch Japanbuschsänger genannt. Der Uguisu hat einen charakteristischen Gesang und wird Hōhokekyo genannt. Er ist ein scheuer Vogel, der nur zu sehen ist, solange auf den Bäumen noch keine Blätter wachsen. Der Uguisu ist ein Kigo (季語) vom Frühlingsanfang. Kigo sind Jahreszeitenworte, die in Japan mit einer bestimmten Jahreszeit in Verbindung gebracht werden. Sie haben einen starken saisonalen Bezug.

Uguisu

Der Uguisu wird mit der Ume, der japanischen Pflaumenblüte in Verbindung gebracht. Das Wort steht für neues Wachstum, als Früjahresboot. Wörtlich bedeutet der Begriff harutsugedori (春告鳥) , wörtl. „Vogel, der die Ankunft des Frühlings verkündet“. Uguisu Mochi werden von in japanische Wagashirezepte für die Teezeremonie von Januar bis März serviert und angeboten.
Zusammensetzung
Die grüne Farbe eines Uguisu Mochi kommt normalerweise von grünem Kinako. Dabei handelt es sich um geröstetes Sojabohnenmehl. Da das grüne Kinako hier so gut wie nicht zu bekommen ist, habe ich auf normales Kinako zurückgegriffen. Alternativ kann ich mir für die grüne Farbe auch gemahlene Pistazien vorstellen.

Der Mochiteig für Uguisu Mochi ist ein Gyuhi Mochi, dass besonders zart und weich ist. In der Herstellung ist es etwas schwieriger als ein normales Mochi. Im Original wird es aus Shiratamako Reismehl und Johakuto Zucker gemacht.

Das grüne Kinako färbt das Mochi grün ein und gibt ihm einen zartgrünen Farbton. Das Mochi wird im Original mit Azukibohnenpaste, dem Tsubu-An gefüllt. Ich habe Marzipan genutzt.

Das Mochi selbst muss eine weiche, seidige Konsistenz haben, wie ein kleiner Vogel. Das Mochi muss auf der Zunge regelrecht schmelzen. Das Tsubu-An ist im Gegensatz dazu recht fest.
Rezept Uguisu Mochi
Uguisu Mochi ist ein klassisches Frühlingswagashi. Es soll an die kleine japanische grüne Nachtigall erinnern, die Uguisu heißt.

Zutaten:

50g Mochigome-Reis (gemahlen)
20g Nishiki-Reis (gemahlen)
70g Zucker
50-70 ml Wasser (muss es ausgerollt werden, wie zum Beispiel für Hanabira Mochi, nimm lieber etwas weniger Wasser und gebe nachträglich nach der Hälfte der Zeit, nach dem Umrühren noch etwas dazu)
1-2 EL Waldmeistersirup oder eine Messerspitze grüne Speisefarbe
Stärkemehl
gemahlene Pistazien, grünes Kinako oder braunes Kinako zum Bestreuen

Zubereitung:

Vermische den Mochigome und den Nishikireis zusammen mit dem Wasser. Um Farbe oder anderen Geschmack zu bekommen füge Sirup und / oder Speisefarbe hinzu. Der Reis muss knapp mit Wasser bedeckt sein. Füge 1 EL Zucker hinzu. Vermische den Reis damit.

Uguisu Mochiteig

Setze das Wasser auf und dämpfe die Reis-Wassermischung im Bambusdämpfer auf hoher Temperatur insgesamt ca. 50 min. (bis alle weißen Stellen weg sind) Du kannst nach der Hälfte der Zeit die Masse mit einer Holzkelle durchrühren, damit sich Wasser und Reis besser verteilen und alles ordentlich gedämpft wird.

Nimm die Schüssel mit dem weißen Reisteig aus dem Dämpfer und gebe die Gyuhi Mochimausse auf ein feuchtes Handtuch. Knete den Teig intensiv durch. Gebe den Stärke auf die Arbeitsfläche und knete ein klein wenig Stärke in den Teig. Knete die Masse vorsichtig durch (Vorsicht! Wenn sie zu heiß ist, lasse sie einen Moment abkühlen) Die Masse ist sehr klebrig, deswegen achte darauf, dass sie immer gut mit Stärke bedeckt ist. Gyuhi muss zuerst besonders gut ohne Stärke, mit dem feuchten Handtuch durchgeknetet werden, damit sie besonders zart ist.

Bereite das Marzipan vor und teile es in mehrere Ovale. Teile das Gyuhi ebenfalls in mehrere Stücke. Ist es zu feucht, nutze zum Kneten ein wenig Speisestärke. Drücke das Gyuhi ganz flach oder rolle es aus. Gebe das Marzipan darauf und lege den Gyuhi Teig um dieses herum. Forme das Ganze mit der Hand ein wenig nach. Am Ende soll es oval aussehen. Serviere es zu einer Tasse grünen Tee.

Guten Appetit!

Uguisu Mochi3Uguisu Mochi2


Hanabira Mochi (花びらもち)
Hanabira Mochi

Hanabira Mochi ist ein japanisches Neujahrsmochi. Dieses Wagashi wird im neuen Jahr zur ersten Teezeremonie gereicht. Bei diesem Mochi ist die Zusammensetzung vorgeschrieben: Es besteht aus einem weißen Mochikreis. Darauf kommt ein rosa Mochikreis in der Form einer Raute. Es folgt eine süß eingekochte Gobowurzel und etwas Miso-An. Dann wird das Mochi zugeklappt.

Hanabira Mochi sind fest mit der japanischen Teezeremonie verbunden. Zur Neujahrszeit werden sie in fast allen Wagashiya hergestellt. Allerdings beschränkt sich die Servierzeit bis zum 15. Januar oder kürzer. Danach werden sie erst zum nächsten Neujahr serviert.

Der japanische Begriff Hanabira (花弁) bedeutet Blütenblatt. Das Mochi repräsentiert ein zartes weißes Blütenblatt mit leichter rosaner Färbung im Inneren. Diese rötliche Färbung steht für das Neujahresfest. Rot ist in Japan repräsentativ für festliche Angelegenheiten. Zusätzlich steht sie für Ume, die japanische Pflaume, ein Vorbote des nahenden Frühlings.

Die Gobowurzel repräsentiert den gepressen Ayu Fisch, der für langes Leben steht.

Das Miso erinnert an das Neujahrs O-Zoni.

Laut Wagashi Maniac wird das eine Mochi mitunter mit einer roten Umeboshi rot gefärbt. Dadurch wird es zum Teil salzig. Es ist aber möglich, ebenso Lebensmittelfarbe zu verwenden.
Rezept Hanabira Mochi
Hanabira Mochi

Hanabira Mochi ist ein Neujahrsmochi, dass mit Gobowurzel angerichtet wird. Alternativ lässt sich auch Spargel oder Schwarzwurzel verwenden.

Zutaten:

50g Mochigome-Reis (gemahlen)
20g Nishiki-Reis (gemahlen)
70g Zucker
50 ml Wasser
1-2 EL Erdbeersirup
Stärkemehl
100 g Marzipan
Puderzucker
1 Stange Spargel oder Schwarzwurzel oder Klettwurzel
Zuckersirup (ca. 100 g Zucker und 50 ml Wasser)

Küchenutensilien:

2 Schüsseln zum Dämpfen
2 Teller zum Abdecken
1 Bambusdämpfer
1 Wok

Zubereitung:

Solltest du frisches Gemüse haben legt dieses 15 min. mit einem Spritzer Zitrone in kaltes Wasser. Dann koche dieses und schrecke das Gemüse ab. Stelle einen Zuckersirup her und lege das gekochte Gemüse über Nacht im Sud ein.

Gyuhi Mochi:

Vermische beide Reissorten und fülle ungefähr ein Viertel davon in eine kleine Schüssel, den Rest in die andere Schüssel. In die kleine Menge gebe 2 EL Erdbeersirup und so viel Wasser, dass der Reis gerade so bedeckt ist. Dazu gebe 1 EL Zucker. Den Rest vermischt du in der anderen Schüssel mit dem Reis.

Setze Wasser auf und dämpfe beide Schüsseln im Bambusdämpfer auf hoher Temperatur ca. 50 min. (bis alle weißen Stellen weg sind)

Schalte danach das Feuer aus. Nehme die Schüssel mit dem weißen Reisteig, gebe ihn auf den gut mit Stärke bemehlten Tisch und knete die Masse einmal durch (Vorsicht! Wenn es zu heiß ist, lasse es einen Moment abkühlen) Die Masse ist sehr klebrig, deswegen achte darauf, dass sie immer gut mit Stärke bedeckt ist. Teile die Masse in 3-4 kleine Kugeln und rolle jede mit einer Nudelrolle auf eine Größe von ca. 10 cm. Lege jede Platte auf einen kleinen Teller. Dann nimm den roten Teig, verfahre genauso, rolle diese ebenso aus, sodass sie etwas kleiner sind als die weißen Platten.

Hanabira Mochi

Lege auf jede weiße Platte eine rote Mochiplatte. Jetzt legst du auf jede rote Platte eine Stange Spargel. Nimm das Marzipan und verknete es mit etwas Puderzucker. Teile diese Masse ebenso in vier Teile (je nachdem wie viel Marzipan du möchtest) Drücke die Masse etwas flach und lege auf jeden Spargel ein Stück Marzipan. Jetzt nimmst du die obere Hälfte des Mochikreises und klappst diesen ein Stück über die untere Hälfte, sodass der Erdbeermochiteig, sowie der Spargel und das Marzipan als Füllung agieren.

Weiteres findest du bei:

Wagashi Maniacs Artikel über Hanabira Mochi

 

 


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