Grillen und offenes Feuer auf öffentlichen Flächen in der Landeshauptstadt Potsdam bis Ende August verboten

Allgemeinverfügung erlassen / Große Brandgefahr durch Hitze /
Ordnungsamt kontrolliert
Aufgrund der Hitze- und Trockenperiode und der damit verbundenen hohen
Brandgefahr verbietet die Landeshauptstadt Potsdam als
Gefahrenabwehrmaßnahme ab sofort das Grillen und offenes Feuer auf
allen öffentlichen Flächen der Stadt, einschließlich der Grünflächen und
Badestellen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung ist heute erlassen
worden. Das Grill- und Feuerverbot in öffentlichen Park- und
Grünanlagen, Erholungsanlagen, auf Liegewiesen, an Badestellen oder
anderen zugänglichen Bereichen in der Landeshauptstadt gilt bis
einschließlich 31. August 2018. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung
können mit einem Zwangsgeld von 10 Euro bis 50.000 Euro bestraft
werden. Die Inspektoren des Ordnungsamtes kontrollieren das Grillverbot
auf allen öffentlichen Flächen.
„Wir appellieren an die Potsdamerinnen und Potsdamer, auch auf den
Privatflächen keine offenen Feuer zu entfachen und beim Grillen
besonders vorsichtig zu sein. Schon kleinste Funken können bei dieser
Witterung schlimmste Auswirkungen haben. Auch Zigaretten, häufig Ursache
für Brände, gehören grundsätzlich nicht rücksichtslos auf den Boden oder
in die Natur geworfen, sondern in den Abfallbehälter“, sagt Rainer
Schulz, kommissarischer Leiter der Potsdamer Feuerwehr.
Die Landeshauptstadt Potsdam als zuständige Ordnungsbehörde kann auf
der Grundlage des § 13 des Ordnungsbehördengesetzes (OBG) die
notwendigen Maßnahmen treffen, um eine im einzelnen Falle bestehende
Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren. Die
Anordnung ist ein geeignetes, erforderliches und angemessenes Mittel um
die bestehende Brandgefahr zu vermeiden. Die Sommerhitze, Temperaturen
über 30 Grad und die seit Wochen anhaltende Trockenheit haben zur
Folge, dass die Böden in den öffentlichen Grünanlagen stark
ausgetrocknet sind. Ausgetrocknete Gräser, Sträucher, unachtsam
weggeworfene Zigarettenkippen, aber auch Glasscherben können schnell die
Ursache für sich ausbreitende Brände sein. Selbst der kleinste Funke
kann fatale Auswirkungen haben und große Schäden anrichten.
Durch das Verbot sollen auch die erheblichen Belästigungen durch Rauch,
Geruch oder Flugasche vermieden werden. Selbst die kleinste
Unachtsamkeit könnte einen verheerenden Brand auslösen. Für heute und in
den kommenden Tagen sind laut Deutschem Wetterdienst Spitzenwerte von
bis zu 34 Grad möglich. Auch die Ozonwerte sind sehr hoch. Abgase, zum
Beispiel durch hohes Verkehrsaufkommen sowie durch das Grillen
begünstigen den Anstieg von Ozonwerten.
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