Schauspiel: zwei Premieren, eine Wiederaufnahme und Rainald Grebe
von Andreas Schröter

Andreas Beck in Die Theatermacher. Foto: Hupfeld
Im Schauspiel Dortmund stehen am Wochenende zwei Premieren auf dem Spielplan. Außerdem nimmt das Haus die "Die Show" wieder ins Programm. Und Rainald Grebe kommt im Juni mit seinem Soloprogramm "Das Elfenbeinkonzert".
Der Theatermacher. Eine Komödie von Thomas Bernhard
Der Staatsschauspieler Bruscon macht mit seiner „Menschheitskomödie“ Das Rad der Geschichte Station in Utzbach – einer „Zwerggemeinde“. Er selbst in allen tragenden Rollen, mit dabei seine „untalentierten Kindern“ und seine Frau, ein nicht endender „Hustenreiz“ – so der von Hybris und Welthass befallene Theatertyrann. Seine Forderung an sich selbst, seine Familie und an seine Kunst ist maßlos, seine Forderung an das Theater bescheiden: am Ende der Vorstellung muss das Notlicht verlöschen. Ein Albtraum für die Feuerwehr!
Regie: K. Voges, Bühne: D. Roskamp, Kostüme: M. Ulrich, Video-Art: M. Simon, Musik: T. D. Finck von Finckenstein, Dramaturgie: M. Eickhoff, M. Seier
Mit A. Beck, C. Freund, J. Kress, U. Rohbeck, X. Snagowski
Premiere: 3. März, 19.30 Uhr
Weitere Termine: 7., 31. März, 11., 14. April (jeweils 19.30 Uhr), 15. April (15 Uhr)
After Life - das neue Stück mit dem Dortmunder Sprechchor
Der Dortmunder Sprechchor ist endlich wieder im Studio - mit Thorsten Bihegues neustem Stück "After Life" nach dem Film von Hirokazu Koreeda. Stellen Sie sich vor: Sie sind soeben verstorben. Plötzlich befinden Sie sich umringt von Beamten, die Sie aufs Jenseits vorbereiten sollen. Sie dürfen eine einzige Erinnerung aus Ihrem Leben mit ins Jenseits nehmen. Alles andere werden Sie vergessen. Sie haben 60 Minuten Zeit, diese Erinnerung zu finden. Mit dem Dortmunder Sprechchor und dem Kindersprechchor.
Termine: 4.3., 18.30 Uhr (Premiere), 31.3., 20 Uhr – Studio
„DIE SHOW“ ist wieder da
Während der Zeit im Megastore musste die erfolgreiche Inszenierung „DIE SHOW“ pausieren, jetzt steht die rasante Mediensatire nach einem Film von Wolfgang Menge wieder auf dem Spielplan. Ab Donnerstag, 19. April (19.30 Uhr), rennt Bernhard Lotz im Millionenspiel wieder um sein Leben, verfolgt von einem Killerkommando. Wenn er gewinnt, lockt das Geld. Wenn er verliert, verliert er auch sein Leben. Die Inszenierung von Kay Voges feierte im September 2015 Premiere und war immer ausverkauft. Für den ersten Termin im April gibt es jetzt Karten für 12,- bis 33,- Euro an der Vorverkaufskasse im Opernhaus (Platz der Alten Synagoge), unter www.theaterdo.de und 0231/50-27222.
Lesen Sie die Rezension des Dortmunder Kulturblogs zur DIE SHOW
Rainald Grebe kommt nach Dortmund
Er tut es wieder. Vier Jahre nach seinem letzten Solo „Das RainaldGrebeKonzert“ setzt sich Rainald Grebe wieder allein ans Klavier und kommt mit seinem Programm „Das Elfenbeinkonzert“ nach Dortmund. Das insgesamt fünfte Soloprogramm feierte Ende 2016 in der Kölner Philharmonie Premiere. In Dortmund ist Rainald Grebe am Samstag, 16. Juni, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus zu sehen. Karten von 22,- bis 30,- Euro gibt es ab 1. März an der Vorverkaufskasse im Opernhaus (Platz der Alten Synagoge), unter www.theaterdo.de und 0231/50-27222.
Wie „Das Elfenbeinkonzert“ entstand, beschreibt Grebe selbst so: „Alles ging damit los, daß eine alte Bekannte anrief, ob ich nicht einen Volksmusik-Workshop in der Elfenbeinküste machen wolle, mit ivorischen Deutschstudenten, sie sei jetzt Leiterin des Goetheinstituts dort in Abidjan. Dann sagte sie noch, daß das Goetheinstitut einen Steinwayflügel besitzt, und einen Klavierstimmer gibt es auch, den einzigen in der Cote d´Ivoire. Der betreut etwa ein Dutzend Instrumente und eins davon steht beim Goethe im Institut. Ich sagte zu. Aber was ist jetzt bitte heute Volksmusik, und wie kann ich Deutschland am Äquator musikalisch vermitteln. Und warum nicht auch tänzerisch? Und was ist Volksmusik in der Elfenbeinküste... Oder an der Elfenbeinküste? Ich bin ja jetzt Botschafter. Mit meiner zarten Arthrose meldete ich mich in Berlin erstmal bei einem Breakdanceworkshop an. Eigentlich hab ich für Afrika gar keine Zeit. Ich hab hier 8 Theaterprojekte parallel zu betreuen. Wie immer. Und dann ging die Reise los...“
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Andreas Schröter
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