Tagung zum Steinkohlenbergbau in der Literatur

von Andreas Schröter

Tagung zum Steinkohlenbergbau in der Literatur
Steinkohlenbergbau

Auf Zeche Zollern findet eine Tagung zum Steinkohlenbergbau statt.

Die Zeit der Steinkohlenförderung im Ruhrgebiet ist vorbei – und wird die Region und ihre Identität trotzdem noch lange Zeit prägen. Dafür haben in den vergangenen Jahrzehnten auch Schriftsteller und Lyriker gesorgt, die in ihren Werken das „Leben in der Arbeitslandschaft“ thematisierten. So lautet auch der Titel einer Tagung zum Ende des Steinkohlenbergbaus, die das Dortmunder Fritz-Hüser-Institut im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern veranstaltet.

Am Donnerstag und Freitag, 1./2. März untersuchen Literaturwissenschaftler, Historiker, Sozial- und Kulturwissenschaftler aus ganz Deutschland die Erzählungen des Ruhrbergbaus und ihre Perspektiven. Zur Eröffnung spricht Oberbürgermeister Ullrich Sierau, die Begrüßung übernimmt LWL-Direktor Matthias Löb. Die Tagung steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.

 
Zum Ablauf:
Nach der Begrüßung um 9 Uhr durch LWL-Direktor Matthias Löb und einem Grußwort von Oberbürgermeister Ullrich Sierau (9.15 Uhr) gibt Arnold Maxwill vom Fritz-Hüser-Institut eine Einführung ins Thema. Um 10 Uhr beginnt der erste Themenblock „Geschichte und Geschichten des Ruhrbergbaus“ mit den Referenten Prof. Franz-Josef Brüggemeier (Historiker aus Freiburg) und Prof. Stefan Goch vom Institut für Stadtgeschichte in Gelsenkirchen. Das komplette Programm der Tagung finden Sie im Anhang.
Zum Hintergrund:
Welche kulturellen Diskurse konnte der Ruhrbergbau prägen, welche Erzählungen dominieren diese Region? Welche Vorstellungen setzte die Arbeit unter Tage frei? Was und wie berichten Bergbauromane, Gedichte, Reiseberichte und Lebenserinnerungen über das Ruhrgebiet? Um diese und weitere Fragen geht es an den beiden Tagen. Auch der Einfluss von Fotografie, Film und Museen auf die Vorstellung vom Ruhrgebiet ist ein Thema. Die Beiträge der Referentinnen und Referenten gliedern sich dabei in sechs
Themenblöcke:
Geschichte und Geschichten des Ruhrbergbaus
Rückblick: Konzepte und Konflikte der Bergbauliteratur
Repräsentationsmodelle: Arbeit, Alltag und Zugehörigkeit
Wahrnehmungsmuster; Reporter und Reisende im Ruhrrevier
Erzählstrategien: Mythen, Idyllen, Nostalgie (und Gegenentwürfe sowie
Inszenierungsdichte: Abbruch, Wechsel, Arbeitswelt mit Restbestand.
Der erste Tagungstag endet mit einer Lesung: Schauspieler Dietmar Bär stellt unter dem Titel „Wir fürchten nicht die Tiefe“ Texte aus dem Kohlenrevier vor.
Die Tagung gehört zu dem von der RAG-Stiftung geförderten Drittmittelprojekt „Steinkohlenbergbau in der Literatur“. Zum Projekt gehören außerdem Publikationen und Lesungen in Kooperation mit Kultureinrichtungen im ganzen Revier.

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