Porzellan-Ei ist das Objekt des Monats März im MKK
von Andreas Schröter

Dieses blaue Porzellan-Ei aus dem 19. Jahrhundert ist Objekt des Monats im MKK. Bild: Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Brigitte Buberl
Ein blaues Porzellan-Ei aus dem 19. Jahrhundert ist das Objekt des Monats im Museum für Kunst und Kulturgeschichte.
Das Ei ist das beliebteste Symbol für wiedererstehendes Leben. In vielen Gegenden ist es Osterbrauch, gefärbte Eiern als Liebesgaben zu verschenken. In Russland gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert die Tradition, sich zu Ostern, dem wichtigsten Fest der orthodoxen Kirche, geschmückte Eier und drei Küsse zu schenken. An Stelle gewöhnlicher Hühnereier verschenkten Familien je nach Wohlstand auch symbolische Eier, etwa aus Holz oder aus kostbareren Materialien wie Porzellan, Glas oder Metall. Berühmt wurden die Fabergé-Eier, benannt nach dem russischen Hofjuwelier Peter Carl Fabergé, der sie vor allem im Auftrag des Zaren in außerordentlichem Juwelenreichtum und feinster Goldschmiedearbeit herstellte.
Porzellan-Osterei mit großen Blumen als Geschenkdose
Zur selben Zeit, zum Ende des 19. Jahrhunderts, schuf die Porzellanmanufaktur Eichwald in Dubi im heutigen Tschechien das blaue Porzellan-Osterei mit großen Blumen als Geschenkdose. Das feine Porzellan, die tiefe kobaltblaue Färbung und die liebevoll hergestellte Pappschachtel, machen auch dieses Ei zu einem kostbaren Ostergeschenk. Der Inhalt dürfte eher ein Schmuckstück als die heute gebräuchliche Schokolade gewesen sein.
Das Ei kann kostenlos im Foyer des MKK (Hansastr. 3) besichtigt werden. Dort liegen auch detaillierte Informationen bereit.
Zu Beginn jedes Monats werden Schätze aus den Depots des Museums als Objekt des Monats präsentiert und den Besuchern vorgestellt. Wer Interesse an einer Kunstepoche oder bestimmten Exponaten hat, kann seine Ideen und Wünsche melden unter [email protected].
MKK
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Andreas Schröter
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