Von NEEVA bis KAFKAS: Konzerte im subrosa
von Andreas Schröter

NEEVA
Hier kommt das Konzert-Programm im subrosa an der Gneisenaustraße bis Ende Januar:
Do, 28.12. NEEVA (Ruhrstadt), 19.30 Uhr
"Instrumental Heavy Groove Stoner Rock", so beschreiben die beiden Köpfe hinter NEEVA ihre Musik. Gefunden hat sich das Duo vor ca. vier Jahren in Dortmund. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir musikalisch perfekt zueinander passen. Unsere Vorstellungen von der Musik, die wir machen wollen, sind identisch."
Konkret bedeutet das ein breites Spektrum: heftige, laute Riffs wechseln mit psychedelisch anmutenden, atmosphärischen Passagen ab. "Dynamik & Groove spielen in unserer Musik eine große Rolle. Wir sind nur zu Zweit. Unser Ziel ist es, genau diesen Fakt die Leute vergessen zu lassen." So legt Gitarrist Thomas einen breiten Soundteppich und David ergänzt den unverwechselbaren NEEVA-Sound durch sein kraftvolles, dynamisches Schlagzeugspiel.
Do, 18.01. LIVE: NORDGARDEN (NOR), 19.30 Uhr
Sein letztes englischsprachiges Studio-Album "You Gotta Get Ready" erschien 2012. Zwischenzeitlich lebte der Norwerger vier Jahre auf Sizilien, brachte 2013 "Dieci" auf italienisch und das 2015 in einer Kirche entstandene "Live in Dresden" heraus. Jetzt präsentiert Terje Nordgarden einen weiteren, brillanten Songreigen (VÖ 09.2017) an der Schnittstelle zu Folk, Country, Soul & Blues:
"Changes" - voll von Wärme & Lebendigkeit dokumentiert sein insgesamt siebstes Werk ein komplett neues Kapitel im Leben des Singer/Songwriters: einem lang gehegten Wunsch folgend wurde es wie in den guten, alten Zeiten mit voller Band - einigen der renommiertesten Musikern der aktuellen, norwegischen Szene - live im Studio eingespielt; mit Beiträgen der Kolleginnen Claudia Scott (NOR/UK) & Johanna Demker (SWE) hält Co-writing Einzug in die Kreativphase des Künstlers; auch inhaltlich beschäftigen sich die neuen Songs im Zuge seiner Rückkehr nach Oslo mit Themen des Wechsels. Und der Beständigkeit: vom Verlust von Liebe über die Bedeutung guter Freundschaft oder die Sehnsucht nach friedvoller Natur bis zur Notwendigkeit, der Hektik des modern-urbanen Lebens zu entkommen.
Außerhalb Norwegens meist ohne Band unterwegs, weiß Nordgarden nicht nur durch den kreativen Einsatz eines Loopers vollen Sound zu generieren, sondern generell solo zu überzeugen. Vergleiche mit Künstlern wie Ryan Adams, Rufus Wainwright, Elliott Smith oder Tom Petty bürgen für seine ausgesprochene Qualität.
19.01. LIVE: Three Lucky Seven (D), 19.30 Uhr
Irgendwann Ende 2015 haben sich Axel (guitar/voc), Richard (bass/voc) und Jan (drums/voc) dazu entschlossen, ein neues Proberaum-Spaßprojekt zu gründen. Dieses wurde dann sehr schnell ernst. So wollen die 3L7 nun raus aus Wuppertal und die einschlägigen Bühnen der Republik rocken.
Keep it simple: der Punk ist gern schnell, der Gesang rotzig; pathetisch aufgeblasene Hymnen sucht man hier vergebens, sinnvolle Songtitel oft ebenso. Dafür merkt man dem Trio den Spaß an der Sache an, welcher sich garantiert auf das Publikum überträgt. Denn THREE LUCKY SEVEN selbst ist zwar frisch geschlüpft, besteht aber aus erfahrenen Musikern, die schon lange in anderen Konstellationen unterwegs waren und sind. So ist Jan in mehreren Formationen und Projekten aktiv, während Axel & Richard mit ihrer Band "Rackerjax" viel herumgekommen sind.
Howdy, das Publikum erwartet ein dreckiger PUNK-ROCK-SWING-SKA-BILLY-Mix. Aber eigentlich ist doch alles Rock'n'Roll. Also alles wie immer, im "subrosa", am 3.Freitag im Monat im Monat: Rockabilly Fever!
Eintritt frei.
26.01. LIVE: KAFKAS (D), 20 Uhr
Nichts ist so trostlos und erdrückend wie ein Szene-Ghetto. Deshalb ist es einfach viel cooler uncool zu sein - und es geht eben auch anders: einfach das eigene Ding machen. Das tun, was man liebt. Woran man glaubt. Egal, ob es im Trend liegt. KAFKAS konzentrieren sich nicht auf Nimbus, Trend-Charts oder Social-Media-Hipness. Das ist weder bequem noch leicht. Doch KAFKAS müssen & möchten niemandem mehr etwas beweisen, was sich sehr befreiend auf ihre Musik auswirkt.
KAFKAS passen in keine Sparte. KAFKAS sind eine emanzipierte Ex-Punkband, die Ansprüche an sich und ihre Umwelt stellt, sich weiterentwickelt, wirklich gute Songs schreibt - und Humor hat. Ihre Auftritte sind durch selbstironische Seitenhiebe & Kommentare immer extrem unterhaltsam. KAFKAS sind eine Alternative zum Alternative-Genre. KAFKAS machen intelligente, zeitlose Pop-Musik mit Charme & Herzblut, angereichert mit den guten Momenten der Neuen Deutschen Welle.
Ohne peinliche Altherrenrock-Attitüde.
subrosa
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Andreas Schröter
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