Wie die SCHUFA die DSGVO zum zahnlosen Tiger macht

Während viele aktuell darauf pochen, die DSGVO abzuschwächen, zeigt das Beispiel SCHUFA deutlich, dass sie nicht weit genug greift. Aufgrund der bereits bestehenden Ausnahmen wird die DSGVO nämlich zum zahnlosen Tiger – zumindest, was die Transparenz der SCHUFA angeht.
Die SCHUFA weist jeder Person einen Score zu, in den sehr viele Daten einfließen und der sich nach Ansicht der IT-Sicherheitsexperten der PSW GROUP Consulting (www.psw-consulting.de) nur bedingt als praxistauglich erweist. Dazu sagt Geschäftsführerin Patrycja Schrenk: »Dieser Score beeinflusst das Leben vieler Menschen massiv. Wer eine Wohnung mieten möchte, einen Kredit oder auch nur ein neues Smartphone braucht, ist auf eine gute SCHUFA-Bewertung angewiesen. Solche Entscheidungen werden aber über Algorithmen getroffen. Durch das berechtigte Interesse und die Einwilligung kraft Vertrag können Verbraucher dem jedoch nicht beikommen und müssen damit leben, dass Entscheidungen über sie durch einen Score-Wert getroffen werden.« Wie der Score konkret berechnet wird, ist ein wohlgehütetes Geschäftsgeheimnis der SCHUFA Holding AG. Allerdings: Je höher der SCHUFA-Score ausfällt, umso weißer ist die finanzielle Weste einer Person. Werte unter 50 Prozent entsprechen einem kritischen Risiko, bei dem die Ausfallwahrscheinlichkeit als hoch angesehen wird.
Um den Score zu errechnen, verarbeitet die SCHUFA zum einen Personendaten, zu denen Name, Vorname, Geburtsdatum, -ort, die aktuelle sowie frühere Anschriften gehören.
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