Emotet: Abschied mit einem Knall
von Albert Absmeier

Check Points Sicherheitsforscher melden für den Januar, dass Emotet die Rangliste in Deutschland anführte. Da Europol seit Februar behauptet, das Bot-Netz zerschlagen zu haben, stellt sich nun die Frage, ob dies der Abschied mit einem Knall war, oder Totgesagte länger leben.
Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point Software Technologies, hat den Global Threat Index für Januar 2021 veröffentlicht.
Sicherheitsforscher berichten, dass der Emotet-Trojaner den zweiten Monat in Folge auf dem ersten Platz verblieb. Das ist besonders interessant, da eine internationale Polizeiaktion am 27. Januar die Kontrolle über das Bot-Netz übernommen haben soll, wie Europol behauptet. Die Auswirkung müsste entsprechend in der nächsten Top Malware für den Februar sichtbar sein.
Die polizeiliche Aktion führte bereits zu einem Rückgang der betroffenen Organisationen um 14 Prozent. Nun planen die Strafverfolgungsbehörden, Emotet am 25. April massenhaft von infizierten Servern zu löschen. Emotet wurde erstmals 2014 entdeckt und von seinen Entwicklern regelmäßig aktualisiert, um die Effektivität zu erhöhen oder an aktuelle Schutzmaßnahmen anzupassen. Das Department of Homeland Security der Vereinigten Staaten von Amerika schätzt, dass jeder Zwischenfall mit Emotet das betroffene Unternehmen mehr als 1 Million Dollar (824 400 Euro) gekostet hat, um ihn zu beheben.
»Emotet ist eine der aufwändigsten zerstörerischen Malware-Varianten, die es je gab.
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