IT-Sicherheit neu denken: Was uns der SolarWinds-Hack lehrt
von Albert Absmeier

Das ganze Ausmaß des SolarWinds-Hacks ist noch nicht absehbar und auch über die Motive der Angreifer wird noch gerätselt. Eine wichtige Lehre aus dem Fall ist aber jetzt schon glasklar: Wir müssen IT-Sicherheit neu denken.
Es ist ein Cyberangriff von einem neuen Ausmaß. Die Attacke auf das US-amerikanische IT-Unternehmen SolarWinds hält Behörden und Unternehmen weltweit in Atem. Angreifern gelang es, eine Hintertür in Updates von SolarWinds weitverbreiteter Netzwerk-Management-Software Orion einzubauen und so Zugriff auf die Systeme der Organisationen zu erhalten, die diese Updates installierten. Und das waren nicht wenige. In rund 18.000 Netzwerken von Unternehmen und Behörden weltweit wurden die Aktualisierungen automatisch heruntergeladen.
Unter den Opfern finden sich unter anderem das amerikanische Finanz- und Außenministerium, das Pentagon und das amerikanische Energieministerium, von der das Atomwaffenarsenal der USA verwaltet wird. Zumindest potenziell betroffen sind auch deutsche Bundesbehörden und Ministerien, da sie ebenfalls Software von SolarWinds nutzen. Zu den zahlreichen Unternehmensopfern des Hacks zählt unter anderem Microsoft. Wie der IT-Konzern mitteilte, ist es den Hackern bereits gelungen, auf Quellcode seiner Software zuzugreifen.
Das FBI und die NSA vermuten den russischen Staat als Drahtzieher des Angriffs, über die konkreten Motive der Attacke wird noch gerätselt.
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