Softwarefehler bei IoT-Video-Türklingeln: Einen digitalen Türspalt offen
von Albert Absmeier

Video-Türklingeln zur Selbstmontage können von Hackern unter ihre Kontrolle gebracht werden. Fehler beim Entwickeln der IoT-Systeme haben dann unerwartete Konsequenzen. Angegriffene Systeme verletzen unter Umständen die Privatsphäre, die sie eigentlich beschützen sollen. Nur die Zusammenarbeit von Sicherheitsexperten, Plattformentwicklern und Produktherstellern sichert digitale Sprechanlagen.
Über cloudbasierte Video-Sprechanlagen wie LifeShield reden Anwender mit Besuchern an der Tür. Sie verlassen sich darüber hinaus bei Abwesenheit auf die überall verfügbaren Livebilder von zu Hause. Solche IoT-Angebote sind aber auch ein potenzielles Angriffsziel für Cyberkriminelle. Um Sicherheitslücken bei seinen LifeShield-Systemen zu schließen, patchte ADT nach Hinweis von Bitdefenders Sicherheitsexperten kürzlich 1.500 Geräte. Dies zeigt die aktuellen Gefahren solcher IoT-Geräte, deren Sicherheit sehr oft noch zu wünschen übriglässt.
Die offengelegten Risiken sind typisch für oft nicht ideal entwickelte IoT-Systeme:
Offenlegen des Administratorkennworts der Kamera: Die Klingel identifizierte sich beim zentralen Server durch ihre MAC-Adresse. Die Cloud-Plattform verwendete ein grundlegendes Verfahren, um die Klingel zu authentifizieren. Der Anwendername lautete zunächst »camera0« und das Passwort erhielten die Nutzer beim Einrichten des Geräts. In der Konfigurationsphase akzeptierte und beantwortete der Server die damit einhergehenden Nachrichten.
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