Welche Lehren kann man aus Corona-Pandemie für die OT-Security ziehen?
von Albert Absmeier

Über kaum ein Thema wird derzeit gesprochen, ohne dass früher oder später nicht auf irgendeine Weise die Coronavirus-Pandemie erwähnt wird. Sie beherrscht unser Leben auf vielfältige Weise. Doch natürlich muss das Leben weitergehen, die Wirtschaft weiter funktionieren – jedoch nicht wie gewohnt. So waren etwa Unternehmen gefordert, ihre Geschäftsmodelle zu überprüfen und sich daran zu gewöhnen, dass in naher Zeit weniger Mitarbeiter vom Büro aus arbeiten – diese sind zu »Heimarbeitern« geworden. Das hat, gepaart mit neuen Sicherheitsbedenken, die IT-Abteilungen unter Druck gesetzt. Zugleich waren die Auswirkungen auf die Absicherung der Operational Technology (OT) enorm.
So wurde es beispielsweise im Lockdown notwendig, Fertigungsstraßen zu verlangsamen oder sogar komplett anzuhalten, weil die Arbeiter nicht ins Werk kommen konnten. Doch anders als in einer IT-Umgebung, wo es vergleichsweise einfach ist, einen Softwareprozess zu verändern oder ein Gerät abzuschalten – auch remote, erlaubt es die Realität von OT nicht, einen chemischen Prozess oder eine Montagelinie einfach zu stoppen. Bestimmte Systeme, Hochöfen oder Dampfkessel etwa, sind für den kontinuierlichen Betrieb ausgelegt und damit ist es praktisch unmöglich, sie abzuschalten. In vielen Fällen muss eine Notschicht vor Ort sein, damit die Maschinen betrieben werden können. In immer mehr Fällen versuchen Anlagenführer die Produktion aus der Ferne zu steuern, obwohl die Systeme hierfür eigentlich nicht ausgelegt sind.
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