Cyberkriminelle greifen verstärkt die Open-Source-Lieferketten an
von Albert Absmeier

Untersuchungen verzeichneten gerade in den letzten Monaten einen hohen Anstieg bei Supply-Chain-Angriffen auf Open-Source-Softwareprojekte. Einem Bericht zufolge wurden in der Zeit zwischen Juli 2019 und Mai 2020 insgesamt 929 Attacken verzeichnet. Im Vergleich dazu soll es in den vier Jahren zwischen Februar 2015 und Juni 2019 lediglich 216 solcher Angriffe gegeben haben.
Dazu haben wir Tim Mackey, Principal Security Strategist Synopsys Cybersecurity Research Center (CyRC) befragt:
Lieferketten geraten häufig ins Visier von Cyberkriminellen, jetzt ganz offensichtlich auch Open-Source-Lieferketten. Worin liegen die Gründe für diesen nicht ganz unerheblichen Anstieg?
Wenn jemand Code in ein populäres Open-Source-Projekt einbringt, insbesondere in ein Projekt, das seinerseits als Framework für umfassendere Vorhaben dient, wird dieser Code auf breiter Basis eingesetzt. Ein Bereitstellungsmodell, das für Kriminelle äußerst attraktiv ist. Potenzielle Angriffe richten sich gezielt gegen die Verwender von Open-Source-Komponenten, und vor allem testen sie die Wachsamkeit der Nutzer hinsichtlich der eingesetzten Open-Source-Komponenten. Anders ausgedrückt, wie viele Benutzer laden eine Komponente herunter und verwenden sie, ohne die Authentizität der Komponente zu überprüfen? Wie viele User stellen sicher tatsächlich die neueste Version zu verwenden, wie viele suchen nach veröffentlichen Updates und Möglichkeiten, eventuelle Schwachstellen zu patchen? Und all die anderen Din
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