Kritische Infrastrukturen besonders schützen
von Albert Absmeier

Um an sensible Daten zu gelangen werden die Angriffe auf Firmennetzwerke immer ausgefeilter und dabei auch mit künstlicher Intelligenz unterstützt. Hierbei verwenden die Hacker nach wie vor Phishing-E-Mails, um dann an die weniger gut schützten Netzwerken zu attackieren. Oft werden hier dann aufgrund unzureichender Sicherung Anmeldeinformationen gestohlen. So konnten sich die Hacker auch schon öfter Zugang zu den Systemen mehrerer Energieversorger verschaffen, wie einige Bespiele aus Europa eindrucksvoll aufzeigen.
Auch in Deutschland besteht die Gefahr vor Angriffen auf kritische Infrastrukturen. Handelt es sich bisher bei Angriffen zumeist um Malware- oder Ransomware-Attacken bzw. Denial-of-Service-Angriffe, die erst einmal keine direkten Folgen für die Bevölkerung haben, können Sabotagen von kritischen Infrastrukturen ganze Regionen lahmlegen und das tägliche Leben stark beeinträchtigen. So kann es zu Ausfällen im Verkehrsnetz kommen, Kommunikationsnetze können behindert werden bzw. komplett versagen oder Steuergeräte von Anlagen können nicht mehr kontrolliert werden. Umso wichtiger ist es, dass Energieversorger (und natürlich alle weiteren Sektoren, die der KRITIS-Verordnung unterliegen) Vorfälle sofort an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden und sich an ihre IT-Sicherheitsvorkehrungen halten.
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