Ransomware: Maßnahmen gegen den hochentwickelten Erpressungstrojaner Ryuk

von Albert Absmeier

Ransomware: Maßnahmen gegen den hochentwickelten Erpressungstrojaner Ryuk
Ransomware: Maßnahmen gegen den hochentwickelten Erpressungstrojaner Ryuk
Die Ryuk Ransomware hat unter Cyberkriminellen massiv an Popularität gewonnen. Die Zahl der entdeckten Angriffe stieg von nur 5.123 im 3. Quartal 2019 auf über 67 Millionen im 3. Quartal 2020, so das Ergebnis einer Sicherheitsstudie von SonicWall. Dies entspricht etwa einem Drittel aller Ransomware-Angriffe, die in diesem Quartal durchgeführt wurden. Die explosionsartige Zunahme von Ryuk hat zudem dazu geführt, dass die Gesamtzahl der im 3. Quartal 2020 gemeldeten Ransomware-Angriffe im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 um 40 Prozent gestiegen ist.
 
Ryuk ist eine hochentwickelte Art von Ransomware, die gegen Organisationen auf der ganzen Welt eingesetzt wird, um sie aus ihren Computernetzen und Dateien auszusperren, bis das geforderte Lösegeld bezahlt wird. Ryuk verschlüsselt alle Zieldateien mit einer starken, auf AES-256 basierenden Verschlüsselung, mit Ausnahme der Dateien mit den Erweiterungen dll, lnk, hrmlog, ini und exe. Ryuk überspringt auch Dateien, die in den Verzeichnissen Windows System32, Chrome, Mozilla, Internet Explorer und Papierkorb gespeichert sind. Dieses Ausschlussverfahren soll vermutlich die Systemstabilität erhalten und Opfern den Zugriff auf einen Browser ermöglichen, um Lösegeldzahlungen zu leisten. Wie viele Ransomware versucht auch Ryuk, Datenträger-Schattenkopien zu löschen, um zu verhindern, dass die Opfer ihre Daten mit alternativen Mitteln wiederherstellen können.
Nach erfolgreicher Infektion der Zielsysteme, stellen die Täter Lösegel

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