Was künstliche Intelligenz im Reklamationsmanagement leisten kann
von Albert Absmeier

Jeder kennt sie, keiner will sie haben – Reklamationen sind eine Belastung für Unternehmen, gehören aber leider zum Geschäft. Doch wenn sie schon nicht ganz zu vermeiden sind, müssen sie wenigstens unkompliziert bearbeitet und effizient abgewickelt werden können. Das ist im Interesse des Unternehmens, aber auch der Kunden, die eine zügige und korrekte Bearbeitung ihrer Reklamationen erwarten. Automatisierte Prozesse dienen diesem Ziel, und künstliche Intelligenz (KI) liefert wichtige Instrumente. Wie kann das aussehen?
Ein neuronales Netz wird auf Basis vorhandener, bereits klassifizierter Reklamationstexte trainiert. Neben den eigentlichen Textinhalten und deren Auswertung mittels Spracherkennung müssen Texte zu Fehlercodes und Kritikalitätsstufen zugeordnet werden. Dabei ist nicht davon auszugehen, dass vorhandene Trainingsdaten direkt nutzbar wären; sicherlich sind in der Vergangenheit Fehler passiert: Reklamationen wurden falsch zugeordnet oder nicht richtig priorisiert. Die Daten müssen also vor dem KI-Training aufbereitet und bereinigt werden. Dann aber kann die KI-Anwendung im Reklamationsprozess eingesetzt werden und dort die eingehenden Meldungen automatisch analysieren und auswerten. Das kann im laufenden Betrieb geschehen, was vor allem bei hohen Fallzahlen von einiger Bedeutung ist.
Nun ist dieser erste Schritt in der Reklamationsbehandlung zugleich Ausgangspunkt für weitere Automatisierungsmöglichkeiten. KI-Unterstützung im Reklamationsprozess muss ja nicht auf
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