Verhärtete Fronten im Tarifstreit bei Eon
von Michael Kühl
Hannover [apt mk] Die Tarifrunde bei den Energieversorger Eon ist am Dienstagvormittag in Hannover in die dritte Runde gegangen. Die Fronten zwischen den Gewerkschaften Verdi und IG BCE und dem Energieriesen sind aber immer noch verhärtet. Weil die Arbeitgeberseite im Dezember 2012 nur 1,1% angeboten hatte waren die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten. Ein rascher Durchbruch gilt als unwahrscheinlich.
Die Gewerkschaften wirft EON vor, ein Scheitern der Tarifverhandlungen zu provozieren, denn aus ihrer Sicht recht das Angebot der Arbeigeberseite nicht mal aus, die Inflationsrate auszugleichen. Aus diesem Grunde fordern die Arbeinehmer 6,5% mehr Löhne und Gehälter. Am Montag dieser Woche hatte die Beschäftigten mit einem Warnstreik die Forderungen untermauert. Auch rund 200 Beschäftigte des Atomkraftwerk Brokdorf beteiligten sich an den Warnstreik.
Den Warnstreik nutzte Eon und verwies zur Begründung des 1,1-Prozent-Angebots auf die "schwierige wirtschaftliche Situation" des Stromanbieters. Verdi dringt außerdem auf die Übernahme von Auszubildenden sowie auf Tarifgarantien für ausgelagerte Konzernbereiche. Ein rascher Durchbruch ist aus Sicht der Gewerkschaft eher unwahrscheinlich, man richte sich auf längere Verhandlungen ein, hieß es. Am Mittwoch will die Tarifkommission die Gespräche bewerten. Falls es kein höheres Angebot gibt, droht die Arbeitnehmerseite mit einem Arbeitskampf. http://www.agit-press.de
Michael Kühl
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