Fotos für die Pressefreiheit 2023
von Christina Schott
Reporter ohne Grenzen, 3.5.2023 – Der Band "Fotos für die Pressefreiheit 2023" wirft in Text- und Bildform einen Blick zurück auf das Jahr 2022, welches durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die brutale Niederschlagung friedlicher Proteste im Iran geprägt war. Der Faktenteil des Buches beschreibt die Situation in Ländern, in denen die Meinungs- und Pressefreiheit 2022 besonders gefährdet war. Etwa im Iran, in Afghanistan und Brasilien, aber auch in China, in Griechenland und der Türkei.
Der ukrainische Fotojournalist Evgeniy Maloletka dokumentierte 2022 wochenlang die dramatische Lage in der belagerten Hafenstadt Mariupol. Für seine erschütternden Bilder erhielt er den Press Freedom Award 2022 von Reporter ohne Grenzen; sein Bild einer verletzten Schwangeren wurde jüngst zum World Press Photo of the Year gekürt. Die ebenfalls preisgekrönte deutsche Fotografin Nanna Heitmann ist eine von ganz wenigen ausländischen Fotografinnen, die noch in Russland arbeiten. Für ihre Reportage reiste sie nach Dagestan, wo fast jede Familie um einen Angehörigen an der Front bangt.
Insgesamt 21 Fotografinnen und Fotografen haben Reporter ohne Grenzen ihre Werke für diese 29. Ausgabe des Bildbandes zur Verfügung gestellt. Die Bilder der Fotografinnen und Fotografen dokumentieren etwa die wütenden Massenproteste in Sri Lanka, die Spuren der Gewalt gegen die Bevölkerung durch Drogenkartelle in Mexiko oder das Leid von Eltern in Nigeria, die um ihre entführten Kinder bangen. Die längeren Fotostrecken werden von acht Essays begleitet, in denen die Autorinnen und Autoren aus der Ich-Perspektive darüber schreiben, was die Fotografinnen und Fotografen bei ihrer Arbeit motiviert, und wie sie auch in schwierigen Situationen ihre Professionalität bewahren.
Christina Schott
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Südostasien - Recherche, Reportage, Hintergrund
Christina Schott hat rund 20 Jahre als freie Journalistin, Analystin und freie Kulturprojektmanagerin in Indonesien und anderen südostasiatischen Ländern gelebt und gearbeitet. Als Mitbegründerin des Korrespondentennetzwerks weltreporter.net berichtet sie für deutsche und internationale Print- und Online-Medien, darunter Stern, Zeit, Brigitte, taz, FAZ, Deutsche Welle und The Jakarta Post. Von 2009 bis 2019 hat sie das Goethe-Instituts Indonesien bei Kulturprogrammen beraten und war als Projektmanagerin tätig. Von 2016 bis 2021 hat sie als Nacht-RvD für FAZ.NET gearbeitet. Seit 2020 gehört sie zum Produktionsteam der Handelsblatt Newsletter. Aktuell vertritt sie die Geschäftsstelle der Weltreporter in Deutschland und betreut die Textredaktion des Fotobuchs der Reporter ohne Grenzen.
Bevor Christina Schott mit einem Stipendium des Internationalen Journalistenprogramms (IJP) nach Indonesien ging, um bei der Jakarta Post zu arbeiten, absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule und arbeitete als Redakteurin bei den Wochenzeitschriften Stern und Hörzu. Während der Reformasi-Ära 1998/99 arbeitete sie zum ersten Mal in Indonesien als Praktikantin am Goethe-Institut Jakarta. Zuvor studierte sie Germanistik, Publizistik und Psychologie. Sie spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Indonesisch und ist gut vernetzt mit der Kulturszene, den Medien und der NGO-Community in Indonesien und den Nachbarländern. Ihre Schwerpunktthemen sind Gesellschaft, Kunst und Kultur sowie Umwelt, Energie und Klimawandel in Südostasien.
Auftraggeber
Reporter ohne Grenzen , Weltreporter
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