Schloss Stenico | Trient
von Ave Aventin

Vorposten der Macht in den Judikarien
Castello StenicoDas Schloss Stenico diente den Bischofsfürsten von Trient einst als Vorposten ihrer Macht in den Judikarien. Es thront auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf an einem strategisch wichtigen Ort.
Der älteste Burgkern stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit mehrmals verändert und erweitert. Verschiedene Baustile vom romanischen bis zum Renaissance Stil sind ineinander verschmolzen. Besonders interessant ist die alte St. Martins Kapelle, in der sich ein bedeutender Freskenzyklus aus dem 13. Jahrhundert befindet. Eher karg und kalt zeigen sich die aus dem Mittelalter stammenden Räume wie der Richtsaal und der Ratssaal. Sie erinnern an die finsteren Kerker, die im Bozone-Turm untergebracht waren. Elegant hingegen zeigt sich die Loggia, die als Bindeglied zwischen den beiden Hauptgebäuden fungiert. Außergewöhnlich und besonders eindrucksvoll ist das Fries in der 'Sala dei Medaglioni', auf dem allegorische Frauengestalten dargestellt sind.
Nach Ende der weltlichen Macht der Bischöfe ging das Schloss in den Besitz des österreichischen Staates über und wurde zum Sitz des Bezirksgerichtes. Es folgte eine Periode des Verfalls, die mit der Zerstörung durch Gefangene während des Ersten Weltkrieges endete. In italienischen Staatsbesitz übergegangen war das Schloss bis 1965 zunächst Sitz des Amtsgericht und anschließend Kaserne der Karabinieri.
Schloss Stenico | Trient
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Ave Aventin
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