Buchtipp: Glashauseffekt – Zukunftsroman von Alexander Sperling

In einer Zeit um 2049 durchspielen Jugendliche ein Tribunal, wie es 1949 bei den Nürnberger Prozessen mit den Kriegsverbrechern stattfand. Diese peinliche Entgleisung möchte ich einmal so stehen lassen.
Sie klagen an, was die vorigen Generationen ihrer Meinung nach falsch gemacht haben, aber sie machen keine Anstalten, das Ruder rumzureißen.
Dieses Buch ist dystopisch im wahrsten Sinne des Wortes. Die Vorstellung, dass in 30 Jahren keine Veränderung in Sicht ist – bis auf den ½ Meter gestiegenen Meeresspiegel, lässt mich frösteln. Derartige anklagende Lahmgesäße sind nicht nur der Untergang von Kiel und Hamburg, sondern auch der Untergang des Abendlandes.
Schlimm und fantasielos ist, dass sich anscheinend seit Erscheinen des Buches 2021 nicht viel Zukunftsträchtiges getan hat.
Falls
eine junge Frau in 30 Jahren, also in der Zeit, in der die Geschichte
spielt, mit einem alten Handy hantiert, das vibriert, muss sie wohl auch
noch die entsprechende Technik mit hinüber gerettet haben. Mit den
alten Handys von 1992 kann wohl keiner mehr telefonieren. Vor 30 Jahren
kamen die ersten Handys auf. Die waren so groß wie ein Ziegelstein und
genau so schwer. Wer damit angeben wollte, dem fielen nach den ersten
Telefonaten die Arme ab. Statt schnurlosem Telefon würde ich schnurloses
Beamen erwarten. Für die Zeit des „Beam-nats“ steht die entsprechende
Person neben dir...
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Dorle Knapp-Klatsch
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Mein Name ist Dorle Knapp-Klatsch und ich widme mich leidenschaftlich den schönen Seiten des Lebens. Als Herz und Seele vom Kulturmagazin 8ung.info genieße ich Kunst, Kultur und Natur, besuche gern Oper, Theater, Kino, Ballett und schreibe darüber. Natur und Umwelt gehört zu meinem Lebensstil. Mein Anspruch ist es, fundiert und authentisch zu berichten. Deshalb lese ich alle Bücher, besuche Opern, Ballette, Filme und Ausstellungen, über die ich schreibe.
Ich genieße es, kulturelle Angebote allein zu entdecken, um mich voll und ganz auf die Eindrücke und Denkanstöße zu konzentrieren. Mein Motto lautet: Nur eine gute Empfehlung ist eine echte Empfehlung.
Mit meiner Erfahrung und Begeisterung für Kultur möchte ich meine Leser inspirieren.
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