Kunstspaziergang über den Ostfriedhof
von Andreas Schröter

Die Tour über den Ostfriedhof führt zu Grabmälern unterschiedlicher Formensprache und Materialien Bild: Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki
Der nächste "Spaziergang zur Kunst im öffentlichen Raum" geht am 27. Januar über einen der schönsten deutschen Friedhöfe, den Ostfriedhof. Rund 100 Grabmäler und die Trauerhalle stehen unter Denkmalschutz.
Er gilt als einer der schönsten deutschen Friedhöfe: der 1876 eingeweihte Ostfriedhof, genannt "Ostpark". Das liegt auch daran, dass er außergewöhnlich kunstvoll ist. Mehr über die Skulpturen und Denkmäler auf dem Ostfriedhof sowie die prominenten Dortmunder, die dort begraben sind, erzählt Marco Prinz beim nächsten "Spaziergang zur Kunst im öffentlichen Raum" am Samstag, 27. Januar. Los geht es um 12:00 Uhr am Haupteingang, Robert-Koch-Straße 35. Die Führung dauert anderthalb Stunden.
Rund 100 Grabmäler und die Trauerhalle stehen auf dem Ostfriedhof unter Denkmalschutz. Der Spaziergang durch das parkähnliche Areal eröffnet einen Blick auf die Stadt- und Wirtschaftsgeschichte Dortmunds im ausgehenden 19. Jahrhundert ebenso wie auf die Friedhofskultur dieser Zeit. Die Tour führt zu Grabmälern unterschiedlicher Formensprache und Materialien. Unter anderem geht es zu den Arbeiten des gebürtigen Dortmunder Bildhauers Benno Elkan, der seine künstlerische Laufbahn in Dortmund mit Grabdenkmalen begann.
Ostfriedhof wurde 1876 gegründet
Der Ostfriedhof wurde 1876 als zweiter kommunaler Friedhof der Stadt Dortmund gegründet. Die historische Anlage sucht ihresgleichen nicht nur aufgrund des reichhaltigen Baumbestandes und der Vielzahl der Denkmäler.
Auf etwa 16 ha Fläche lässt sich hier neben Kunst und Stadtgeschichte auch ein Stück Erholung im Grünen in Dortmunds Innenstadtbezirk finden. Mit Recht gilt der Ostfriedhof als einer der schönsten Friedhöfe Deutschlands.
Das Friedhofsgelände wird von einem rasterförmigen Hauptwegenetz erschlossen. Gestalterisch orientierte man sich in der Gründungsphase streng an dieser Geometrie, die durch wegebegleitende Alleen unterstützt wird. Später (etwa ab 1912) veränderte sich die Gestaltung in Richtung landschaftlicher Park. Bereiche mit Gehölzgruppen und Solitärbäumen und landschaftlich geschwungene Nebenwege wurden angelegt. Prägend für den Ostfriedhof sind seine zahlreichen Denkmale: Die Einfriedungsmauer mit den schmiedeeisernen Toren und das sich anschließende Gebäude mit der Trauerhalle stehen unter Denkmalschutz, ebenso der für Beisetzungen geschlossene Jüdische Friedhofsteil in Feld 14 und weitere, fast 100 Grabstätten aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung oder künstlerischen Gestaltung.
Der Ostfriedhof ist also ein Stück Dortmunder Geschichte, ein Stück Dortmunder Freiraum und ein Stück Dortmunder Friedhofskultur. Seit 1998 finden hier wieder Beisetzungen statt, so dass neben dem historischen Bestand auch die aktuelle Friedhofskultur ihren Raum findet. Aber auch als "Ostpark" erfreut sich die historische Anlage großer Beliebtheit.
Kunst im öffentlichen Raum
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Andreas Schröter
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