Museum Ostwall führt Pädagogen durch die Ausstellung

von Andreas Schröter

Museum Ostwall führt Pädagogen durch die Ausstellung
Ostwall

Jochen Gerz' Das Geschenk hängt im Museum Ostwall. Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

"Fast wie im echten Leben" fühlt man sich neuerdings im Museum Ostwall: Das MO hat seine Sammlung unter diesem Titel neu gestaltet. Daher gibt es auch neue Angebote der Museumspädagogik. Am 17. Januar bietet das MO eine Sonderführung für Pädagogen an.

Um die neue Ausstellung und die neuen Workshops bekannt zu machen, bietet das MO eine kostenlose Sonderführung für Pädagogen am Mittwoch, 17. Januar, 16:30 Uhr (Ebene 5). Nach einer Kurzführung durch alle Themenbereiche der Ausstellung informiert das MO über Inhalte der Workshops, die für Schulklassen aller Altersgruppen und Schulformen buchbar sind.

Außerdem wird das Projekt "RuhrKunstNachbarn" vorgestellt, das kostenfreie Workshops für Schulklassen in Dortmund, Hagen oder Witten ermöglicht. Dabei geht es um die intensive Auseinandersetzung mit den Kunstmuseen und ihren Sammlungen sowie mit der Urbanität des Ruhrgebiets. Die Schüler erkunden die Ausstellungen der Museen und die nähere städtische Umgebung. Ihre Eindrücke halten sie in ihren eigenen Stadt-Kunst-Büchern fest.

Um Anmeldung wird gebeten per Telefon: (0231) 50 277 91 oder unter [email protected]
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Mit Kunstwerken vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart versteht sich das MO einerseits als Speicher kreativer Energien der Vergangenheit. Andererseits möchte es Impulse aus dem Alltag der Gegenwart aufnehmen und mit Mitteln der Kunst bearbeiten. Das MO ist ein Ort künstlerischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung, an der das Publikum teilhaben kann und soll. Die Frage, wie wird Kunst durch gesellschaftliche Prozesse beeinflusst und wie wirkt sie ihrerseits in die Gesellschaft zurück, steht im Zentrum der Ausstellungskonzeption.
Werke des Fluxus
Die im Jahr 2000 in Dortmund entstandene Arbeit "Das Geschenk" von Jochen Gerz und die Werke des Fluxus, einer Kunstrichtung der 1960er Jahre, die wie keine andere die Kunst ins Leben zurückbringen wollte, empfangen die Besucherinnen und Besucher im Museum Ostwall. Ein Rundgang durch die untere Etage des Museums führt chronologisch rückwärts durch wichtige Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts: über die Kunst des Nouveau Réalisme, die Malerei des Informel und Werke aus dem Umfeld der Gruppe Zero bis hin zur Klassischen Moderne. Das obere Geschoss ist größeren Werkkomplexen einzelner Künstlerinnen und Künstler vorbehalten. Hier knüpfen Arbeiten von Wolf Vostell, Dieter Roth und Joseph Beuys an den Fluxus an. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wie Anna und Bernhard Blume, Martin Kippenberger, Tobias Zielony, Adrian Paci oder Freya Hattenberger knüpfen an aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen an.

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