Gewerbeimmobilien: Unternehmen halten an Büros fest
von Albert Absmeier

Der Büromarkt kommt weiterhin gut durch die Corona-Krise: Trotz Home Office wollen die meisten Unternehmen keine Büroflächen loswerden. Einige Firmen wollen aber umbauen, um mehr Raum für Austausch und Kommunikation zu schaffen.
Ungeachtet des Home-Office-Booms wollen lediglich 6,4 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ihre Bürofläche reduzieren. Das zeigt eine neue IW-Umfrage unter über 1.200 Unternehmen im vierten Quartal 2020. Noch am ehesten wollen große Unternehmen mit über 250 Beschäftigten sowie Kanzleien, Beratungen und Wirtschaftsprüfer Flächen verringern, doch auch hier sind es weniger als zehn Prozent der befragten Firmen. »Büromieten und -preise haben früher sehr sensitiv auf Krisen reagiert«, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. »Jetzt zeigt sich der Büromarkt äußerst stabil.«
Ein Drittel will mehr Home Office nach der Krise.
Der erwartete Preisverfall im Markt für Büroimmobilien blieb 2020 aus, die Mieten stiegen im vergangenen Jahr sogar leicht. Das liegt auch daran, dass die meisten Unternehmen offenbar damit rechnen, nach der Corona-Krise die Büros noch zu brauchen.
Vor der Corona-Pandemie arbeiteten Arbeitnehmer in der Regel nur stundenweise oder für einen Tag in der Woche von Zuhause. »Aktuell wird das Home Office deutlich intensiver und wo es möglich ist, nahezu durchgehend genutzt«, sagt Studienautor Oliver Stettes.
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