So nutzen Angreifer geschäftliche E-Mails, um Office 365 zu kompromittieren
von Albert Absmeier

Das FBI hat kürzlich eine Private Industry Notification herausgegeben, dass Cyberangreifer den webbasierten E-Mail-Clients der Opfer automatische Weiterleitungsregeln zuweisen, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Angreifer nutzen dann diese reduzierte Sichtbarkeit, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails (Business Email Compromise, BEC) zu erhöhen.
Dies ist eine ernste Angelegenheit, meint Vectra AI, Anbieter einer IT-Sicherheitsplattform auf Basis künstlicher Intelligenz. Im vergangenen Jahr meldete das Internet Crime Complaint Center (IC3) weltweit Verluste von mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar durch BEC-Akteure. Es gibt nun Cyberbedrohungen, die es auf Microsoft-Office 365-Konten abgesehen haben, zu denen der Outlook-Mail-Client und Exchange-Mail-Server gehören. Mit mehr als 200 Millionen monatlichen Abonnenten ist Office 365 ein ergiebiges Ziel für Cyberkriminelle. Jeden Monat werden 30 Prozent der Unternehmen, die es nutzen, Opfer von Angreifern.
Obwohl Office 365 den nun vielerorts verteilten Mitarbeitern eine primäre Umgebung bietet, in der sie ihre Geschäfte abwickeln können, schafft es auch ein zentrales Repository für Daten und Informationen, das von Angreifern leicht ausgenutzt werden kann.
Anstelle von Malware nutzen Angreifer die Tools und Funktionen, die standardmäßig in Office 365 zur Verfügung stehen, und leben so von der Fläche und bleiben monatelang im Verborgenen. Das Weiterleiten von E-Mails ist nur eine
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