Wachgeküsst – Urlaub mal wieder in Deutschland
von Sandra Aïd
Urlaub in Deutschland: Weil Fernreisen in manche Länder kaum möglich und zum Teil auch noch immer schwierig ist, lauten die Reiseziele auch im zweiten Jahr der Pandemie für viele Urlauber wohl eher „Kappeln statt Kapstadt" und „Harz statt Hawaii". Was für manchen lange eher nach Langeweile klang und spießig wirkte, ist jetzt durch Corona wieder im Trend.
Weil Fernreisen in manche Länder kaum möglich und zum Teil auch noch immer schwierig ist, lauten die Reiseziele auch im zweiten Jahr der Pandemie für viele Urlauber wohl eher „Kappeln statt Kapstadt" und „Harz statt Hawaii". Was für manchen lange eher nach Langeweile klang und spießig wirkte, ist jetzt durch Corona wieder im Trend.
In der ZDF-Dokumentation werden nahezu vergessene Regionen und Landstriche „wachgeküsst", wiederentdeckt. In Reit im Winkl in Oberbayern ist so eine Region. Dort haben sie schon monatelang keine Urlauber mehr gesehen. Der Ort wirkt im Frühjahr wie ausgestorben. Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändlern ist bereits die komplette Wintersaison weggebrochen. Jetzt hoffen Sie auf neue und auch jüngere Gäste. Der kleine Ort, dessen legendärer Kuhstall in den 1970er und 80er Jahren zum El Dorado der deutschen Volksmusik um Margot und Maria Hellwig wurde, musste in den vergangenen Jahren um seinen Platz auf der touristischen Landkarte kämpfen. Vieles war schlicht ein bisschen von gestern. Doch längst hat sich der Ort gewandelt, es wurde kräftig investiert: in Wanderwege, Klettergarten und Wellness-Oasen. Sport- und Familienurlaub stehen nun im Mittelpunkt, der Tourismus ernährt 80% der Bewohner - in normalen Zeiten.
Der Film zeigt, dass auch der Harz, die Ostseeregion Kappeln an der Schlei, selbst das Berliner Umland große Chancen haben auf eine anhaltende touristische Zukunft. Der Tourismusexperte Prof. Harald Zeiss, Experte für Nachhaltigkeit und internationalen Tourismus an der Hochschule Harz, wagt für solche Regionen eine vielversprechende Prognose: „Die wirklichen Gewinner sind meines Erachtens die Lagen, die gar nicht so bekannt waren vorher, die sogenannten B-Lagen. Denn auf die sind jetzt ganz viele Menschen aufmerksam geworden und haben sie kennengelernt. Und dort entsteht jetzt wieder so ein Anschub, der dazu führen wird, dass man in Zukunft mehr hinreist. Auch weil so viel mehr Menschen in Deutschland Urlaub machen werden."
Für die Dokumentation „Wachgeküsst - Urlaub mal wieder in Deutschland" begeben sich die Autorinnen Sandra Aïd, Ada von der Decken und Frauke Ludwig auf die Suche nach kleinen Paradiesen in Deutschland und begleiten deutsche Urlauber im eigenen Land, und das auch mal abseits der bekannten Touristenpfade.
Sandra Aïd
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BeschreibungSandra Aïd wurde 1985 in Paris geboren. Sie wuchs dort und nahe der französischen Hauptstadt auf, bis sie 1998 nach Deutschland zog. 2001/02 verbrachte sie ein Schuljahr nahe Atlanta, Georgia (USA). Nach ihrem Abitur studierte sie in Mainz und Alicante (Spanien) Publizistik, Politikwissenschaften und Soziologie. Sowohl Abitur als auch Magister schloss sie mit 1,0 ab. Während des Studiums sammelte sie in diversen Praktika erste journalistische Erfahrungen, u.a. beim ZDF und bei der dpa, und war außerdem Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung und von "e-fellows". 2011 folgte ein Volontariat beim NDR. Nach dem Volontariat wurde sie im Rahmen des Austauschprogramms für deutsch-französische Nachwuchsjournalisten von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Deutsch-Französischen Institut gefördert. Seit Ende ihres Volontariats im Juli 2012 ist Sandra Aïd als feste, freie Journalistin, Reporterin und Fernsehautorin für den NDR tätig, v.a. für „titel, thesen, temperamente“ (Das Erste), das Medienmagazin „Zapp“ und das „Kulturjournal“ (NDR). Darüber hinaus realisiert sie regelmäßig Magazinbeiträge für die ARTE-Kultursendung „Metropolis“ sowie 30-minütige Reportagen über gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa für ARTE „Re:“. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei – aufgrund ihrer nach wie vor starken Verbindung zu ihrem Herkunftsland – auf Frankreich. Zu Sandra Aïds Schwerpunkten gehören zudem postkoloniale, rassistische Strukturen und Narrative sowie der Umgang mit Migration, mit Geflüchteten und mit Einwanderern und deren Nachkommen in Deutschland und in Europa. Dabei ist es Sandra Aïd stets ein Bedürfnis, Perspektiven und Realitäten von Menschen und Gruppen zu zeigen, die in der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht beachtet werden.Außer ihren Muttersprachen Deutsch und Französisch spricht Sandra Aïd fließend Englisch und Spanisch.
Auftraggeber
ARD , Das Erste , NDR , ZDF , arte
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