Oben ohne: Warum immer weniger Frauen BH tragen / Say What

von Mirjam Isabella Fatima Wlodawer · SWR / funk

Vor über hundert Jahren tragen Frauen BH, um sich vom Korsett zu befreien. Heute befreien sich immer mehr Frauen vom BH, denn sie finden ihn nicht nur unbequem, sondern auch nicht feministisch. Rihanna setzt sich für braless Brüste ein, genau wie die YouTuberin Hatice Schmidt. Und Frauen fordern in den Sozialen Medien mit der Bewegung #FreeTheNipple Gleichberechtigung für die Nippel von Mann und Frau. Seit seiner Erfindung durchläuft der BH einen krassen Image-Wandel. Wie kommt es dazu? Mit der Massenproduktion des BHs während des Ersten Weltkriegs befreien Frauen sich zwar vom ungesunden Korsett, aber nicht von der Sexualisierung ihrer Körper. Ganz im Gegenteil! Ihre Brüste sollen sich den wandelnden Schönheitsidealen anpassen. Je nach BH-Mode werden Brüste flach gedrückt, dezent geformt oder krass ins Dekolleté gepusht. Heute wünschen sich viele Frauen, ihre Brüste überhaupt nicht mehr einpacken zu müssen. Etwas, das für Männer selbstverständlich ist, Frauen aber oft Mut kostet. Über die Hashtags #Braless und #NoBra erkämpfen Frauen Freiheit für ihre Brüste. Doch wie geht es Frauen mit dem no-bra-Trend, deren Brüste nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechen? Führt die Sichtbarkeit kleiner, großer, runder, spitzer, hängender und straffer Brüste zu mehr Body Positivity oder zu mehr Druck?  Was der BH mit Feminismus und mit Waffen zu tun hat, erfährst du im Video!

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Porträt von Mirjam Isabella Fatima Wlodawer

Mirjam Isabella Fatima Wlodawer

Berlin

Zur Person

Mirjam Isabella Fatima Wlodawer

Werdegang

Freie Journalistin, Autorin und Regisseurin (v.a. Dokumentarfilm und Social-Media-Formate)

Mirjam Wlodawer studierte in Deutschland, Portugal und der Türkei Germanistik, Philosophie, Sozialwissenschaften (Magister) und Journalismus (Master). An der Deutschen Journalistenschule (DJS) wurde sie crossmedial zur Redakteurin ausgebildet.
Seitdem arbeitet sie als freie Journalistin, Autorin und Regisseurin für funk, ZDF, rbb, WDR, Deutschlandfunk und Süddeutsche Zeitung.

Neben ihrem Interesse für den klassischen Journalismus – Reportage, Hörspiel, Feature, Dokumentarfilm –, beschäftigt sich Mirjam Wlodawer seit ein paar Jahren mit der Frage, welche neuen Erzählweisen die Digitalisierung ermöglicht. Bei den Gebrueder Beetz entwickelte sie 2015 cross- und transmediale Dokumentarfilmformate mit. 2015 schrieb Mirjam Wlodawer eine Masterarbeit über interaktive Hörspiel-Apps.

Weil die bestehenden Projekte das Erzählpotential des Smartphones noch nicht ausschöpften, entwickelte sie die Idee für ein interaktives, geobasiertes Hörgame, in dem der Hörer ein Hörspiel oder Feature an realen Schauplätzen erlebt und den Verlauf der Geschichte beeinflussen kann.
Auf dem Puls-Hackathon des Bayerischen Rundfunks enstand im Februar 2016 ein erster Prototyp. Das Medieninnovationszentrum Babelsberg förderte das Projekt „H-EAR. Augmented Reality for Ears“ von November 2016 bis März 2017 mit einer „Innovationsförderung für Studierende und Start-Ups“. Im November 2016 verlieh die Bundesregierung dem Projektteam die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpilot 2016“.

Aktuell arbeitet Mirjam Wlodawer als freie Autorin und Regisseurin/Realisatorin in Berlin.

Ihr Film "Stadt. Land. Heimat" (Funk/Jäger & Sammler) wurde 2019 mit dem Civil-Medienpreis in der Kategorie Webvideo ausgezeichnet.
Das Instagram-Projekt "wende_rewind" (rbb) wurde für den Grimme Online Award 2020 nominiert.

Fremdsprachen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Französisch

Auftraggeber

Bayerische Landeszentrale für Medien , Deutsche Journalistenschule , Deutschlandfunk , Jäger & Sammler (funk) , MDR , MIZ Babelsberg , SWR , Sports & Bytes (Borussia Dortmund) , Süddeutsche Zeitung , WDR , Westdeutsche Zeitung Wuppertal , ZDF , afk tv , gebrueder beetz filmproduktion , rbb-online.de , re:publica2014

Weitere Profile

SWR Wissen Terra Xplore (ZDF)