Oscars 2024: Das sind die Gewinner der Nacht
Gleich sieben Preise für "Oppenheimer". Deutsche Künstler gehen leider leer aus. Die Gewinner der Oscars 2024 auf einen Blick.
Sieben Preise für Oppenheimer, inklusive "bester Film". Deutsche Künstler gehen leer aus, auch wenn ein deutschsprachiger Film siegt. Die Gewinner der Oscars 2024 auf einen Blick.
von Katharina Schuster, Washington, D.C.
"And the Oscar goes to.." hieß es heute Nacht gleich sieben Mal für "Oppenheimer". Regisseur Christopher Nolan räumte mit seinem Historiendrama ab - inklusive der wichtigsten Auszeichnung für den besten Film.
Darüber dürfte sich Nolan wohl persönlich besonders freuen. Im achten Anlauf hatte es endlich geklappt mit dem Oscar.
Stone gewinnt zweiten Oscar, Murphy beste Hauptrolle
Der irische Schauspieler Cillian Murphy gewann den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller. Der 47-Jährige wurde für seine Rolle in "Oppenheimer" ausgezeichnet.
Ich möchte diesen Preis den Friedensstiftern auf der ganzen Welt widmen.
Cillian Murphy, Oscar als beste Hauptrolle
Emma Stone wurde als beste weibliche Hauptdarstellerin geehrt - für ihre Rolle in der skurrilen Frankenstein-Adaption "Poor Things". "Oh Mann, das ist wirklich überwältigend", sagte eine gerührte Stone, als sie ihren Preis entgegennahm.
Stone bedankte sich bei allen, die an dem Film mitgearbeitet haben, und bei ihrer Familie.
Die ebenfalls in der Kategorie nominierte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller ging leer aus. Genauso wie Lily Gladstone, die die erste indigene Schauspielerin gewesen wäre, die diesen Oscar gewonnen hätte.
Stone verwies in ihrer Rede explizit auf die anderen Nominierten hin, auch Annette Bening und Carey Mulligan. "Ich teile dies mit euch. Ich bin voller Ehrfurcht. Und es war mir eine große Ehre, dies alles gemeinsam zu tun. Ich hoffe, wir können noch mehr zusammen machen", sagte sie. Es ist Stones zweiter Oscar.
Bester internationaler Film: "Zone of Interest"
Als bester internationaler Film wurdeder Holocaust-Film "The Zone of Interest" ausgezeichnet. Damit gingen der in dieser Kategorie nominierte deutsche Beitrag "Das Lehrerzimmer" von İlker Çatak und der für Japan nominierte Film "Perfect Days" von Wim Wenders leer aus.
Aber immerhin: Mit "The Zone of Interest" wurde ein Film mit Sandra Hüller in der Hauptrolle ausgezeichnet. Das historische Drama ist eine britische Produktion, wurde aber in deutscher Sprache gedreht.
Regisseurin Triet dankt Sandra Hüller
Den Preis für das beste Originaldrehbuch gewann Regisseurin Justine Triet mit ihrem Film "Anatomie eines Falls". Sie habe ein "verrücktes Jahr" gehabt, der Oscar helfe ihr über ihre Midlife-Krise hinweg, scherzte Triet auf der Bühne. Die 45-Jährige dankte dem Cast des Films, allen voran Sandra Hüller.
Den ersten Oscar für " Oppenheimer" hielt Robert Downey Jr. in seinen Händen. Der 58-Jährige wurde als bester männlicher Nebendarsteller für seine Rolle als Lewis Strauss, dem Kontrahenten der Hauptfigur J. Robert Oppenheimer, ausgezeichnet. Es ist sein erster Oscar, der US-Amerikaner war zuvor bereits zweimal nominiert.
Der erste verliehene Oscar des Abends
Die beste weibliche Nebenrolle ging an Da'Vine Joy Randolph für "The Holdovers". In einer berührenden Rede dankte sie "allen Frauen, die sie unterstützt haben".
Darunter: Filmproduzentin Barbara Broccoli. Ans Publikum gerichtet sagte die 37-Jährige: "Ich danke, dass ihr mich anerkennt."
Es war der erste von insgesamt 23 Oscars, die im Laufe der Gala verliehen wurden.
Die politischste Rede
"20 Tage in Mariupol" - mit diesem Film gewann Regisseur Mstyslaw Tschernow den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Es war der erste Oscar, der jemals an die Ukraine ging. Er habe sich gewünscht, diesen Film niemals machen zu müssen, sagte Tschernow. "Ich kann die Geschichte nicht ändern", betonte er in der politischsten Rede des Abends.
"Ich kann die Vergangenheit nicht ändern. Aber wir alle zusammen... unter euch einige der talentiertesten Menschen der Welt, wir können dafür sorgen, dass die Geschichte richtig aufgezeichnet wird und dass die Wahrheit die Oberhand gewinnt und dass die Menschen von Mariupol und diejenigen, die ihr Leben geopfert haben, niemals vergessen werden."
Mstyslaw Tschernow, Regisseur von "20 Tage in Mariupol"
Der skurrilste Moment
"Poor Things" gewann im Verlauf des Abends mehrere Oscars - u.a. bestes Make-up und beste Frisuren, bestes Szenenbild und bestes Kostümdesign. Für die letztere Verleihung holte Moderator Jimmy Kimmel einen (fast) nackten Wrestler John Cena auf die Bühne.
Gespielter Flitzer-Zwischenfall: Beim Preis fürs beste Kostümdesign tritt Wrestling-Star Cena "nackt" auf.
Moderator Kimmel wehrt sich gegen Trump
Oscar-Moderator Jimmy Kimmel rief Donald Trump während der Show zur Ordnung, nachdem er den Komiker in den Sozialen Medien als schlechten Moderator beleidigt hatte. "Schmeißen Sie Kimmel raus und ersetzen Sie ihn vielleicht durch ein anderes abgewracktes, aber billiges ABC-'Talent'", schrieb Trump auf Truth Social.
Kimmel reagierte auf Trumps Beitrag mit den Worten: "Nun, danke Präsident Trump. Danke, dass Sie zugesehen haben, ich bin überrascht, dass Sie immer noch da sind - müssten Sie nicht längst im Gefängnis sein?"
Katharina Schuster
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Katharina Schuster
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Schlussredakteurin und Reporterin im ZDF-Studio Washington D.C.
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Master Medienentwicklung I Fortbildung an der Deutschen Journalisten-Akademie
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