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1946, mitten in Deutschland: "Masel tov!"

Aron und Lea. Er hatte das Ghetto Lodz überlebt. Sie hatte das Ghetto Lodz überlebt. Sie hatten die Deutschen überlebt. Die Erinnerungen, eingebrannt. Sie sahen sich an und mussten nicht darüber reden. Sie wollten nicht. Warum auch? Warum all das rausholen? Sie sahen sich an, und wussten, was hinter der Stirn des anderen tobte. Die Stille war laut genug.

Aron und Lea. Sie hatten sich. Sie hatten Ruwen und Moische, ihre Söhne. Sie waren eine neue jüdische Familie mitten in Deutschland.

Ob ihre Heirat 1946 die erste jüdische Heirat in Deutschland nach dem Krieg war? Es war auf jeden Fall die erste in Ziegenhain, im Lager für „Displaced Persons", für Juden aus Osteuropa, die den Holocaust überlebt hatten und vor neuen Pogromen flohen. In Deutschland bleiben wollten sie aber alle nicht. Israel, das gelobte Land, das damals noch Palästina hieß, war ihr Ziel. Ziegenhain war eine Zwischenstation, ein Sprungbrett.

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