Kunst und Trauer – Es tut so weh

von stresemanns ganz normal

Rund 30 internationale Künstler*innen der Gegenwart beschäftigen sich in der  groß angelegten Ausstellung TRAUERN der Hamburger Kunsthalle mit dem Thema Verlust. Die Erfahrungen von Verlust, Trauer und Wandel bergen ein verstörendes Potenzial, das schwer zu benennen ist und sich einer Darstellbarkeit regelrecht zu entziehen scheint


Die versammelten Werke vermitteln in ihrer Vielsprachigkeit eine Ahnung davon, wie mannigfaltig die Formen von Trauer sein können. Wir alle machen individuelle leidvolle Erfahrungen von Enttäuschung, Scheitern und Unwiederbringlichkeit – ob es sich um den Verlust eines geliebten Menschen durch Trennung oder Tod handelt, den Abschied von Idealen und Visionen oder den Verlust von Heimat und Vertrautheit.


Ganz Normal Kunst Andy Warhol (1928–1987)
Jackie, 1964
Siebdrucktinte auf Leinen, 51 x 41 cm
Wolverhampton Art Gallery
© 2019 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New YorkGanz Normal Kunst Michael Sailstorfer (*1979)
Tränen, 2015 (Filmstill)
8:33 Minuten
Courtesy the Artist and KÖNIG GALERIE
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019Ganz Normal Kunst Paul Fusco (*1930)
RFK Funeral Train, 1968/2019
C-Print, 41 x 61 cm
© Magnum Photos. Courtesy Danziger Gallery New YorkGanz Normal Kunst Khaled Barakeh (*1976)
The Untitled Images, 2014
5-teilige Serie, Digitalprint auf Papier, je 21 x 30 cm

Die Ausstellung macht deutlich, dass die Art und Weise unseres Umgangs mit Trauer, ihrer Darstellung und ihrer Wertung abhängig von unserem kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Umfeld ist und Rückschlüsse auf gesellschaftliche Miss- und Zustände zulässt. Die enorme Vielschichtigkeit des Themas wird den Besucher*innen anhand von Kapiteln wie »Melancholie und Trauer«, »Trauer und Geschlecht«, »Kollektive Trauer«, »Trauer und Protest«, »Formen des Abschieds«, »Die Unfähigkeit zu trauern« veranschaulicht


Mit Werken von Bas Jan Ader, Kudjoe Affutu, Khaled Barakeh, Christian Boltanski, Helen Cammock, Anne Collier, Johannes Esper, Sibylle Fendt, Seiichi Furuya, Paul Fusco, Felix Gonzalez-Torres, Aslan Ġoisum, Ragnar Kjartansson, Maria Lassnig, Jennifer Loeber, Ataa Oko, Adrian Paci, Philippe Parreno, Susan Philipsz, Greta Rauer, Willem de Rooij, Michael Sailstorfer, Thomas Schütte, Dread Scott, Rein Jelle Terpstra, Rosemarie Trockel, Tilman Walther und Andy Warhol.


beenhereAusstellung: Kunst der Trauer


bis 14. Juni 2020
ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr
Donnerstag 10 - 21 Uhr
Montag geschlossen
 
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
Tel. +49-(0)40-428131-200
Fax +49-(0)40-4283-409


Titelbild: Anne Collier (*1970) - Woman Crying (Comic) #8, 2019 - C-Print, 126 x 150 cm - Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; Gladstone Gallery, Brussels; and The Modern Institute / Toby Webster Ltd., Glasgow - © Anne Collier



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