#3 Aus dem Homeoffice: Man ist selbst der Endgegner
von Jenny Musall

Es gibt viele Geschichten, die man aus dem Homeoffice erzählen könnte. Zum dritten Teil rund um das Thema "Homeoffice" habe ich verschiedene Beitragsentwürfe geschrieben. Aber keinen veröffentlicht. Mal hat etwas nicht gepasst, ich war mir unsicher, ob es denn überhaupt in die Öffentlichkeit gehört und und und.

Der Weg ins Homeoffice war leicht.
Nun ist aber das Homeoffice für mich auf einen fixen und vorläufigen Zeitpunkt unterbrochen. Die Gründe werde ich nicht nennen. Aber wer meinen Arbeitgeber raus gefunden hat, wird den Hintergrund auch raus finden.
So, was ist mein vorläufiges Fazit aus dem Homeoffice? Ich wollte ja eigentlich immer von zu Hause aus arbeiten. Dann kam das Stellenangebot und ich merkte, dass es vielleicht doch gar nicht so schlecht ist, zu bestimmten Zeiten irgendwo zu arbeiten. Stichwort soziale Kontakte und meine Kollegen mag ich tatsächlich.
Einfache Umstellung auf Homeoffice
Dadurch, dass ich freiberuflich gearbeitet habe, kenne ich es also, von zu Hause aus zu arbeiten. Das ist auch gut so. Obwohl, mir ist die erneute Umstellung doch schwer gefallen. Mir fehlen meine Kollegen, der ganz normale Wahnsinn in der Redaktion. Wirklich.
Die Kommunikation hat per Mail stattgefunden. Oder auch über WhatsApp. Man hat seine Aufgaben erhalten und die entsprechend abgearbeitet. In meinem Fall habe ich viele Recherchen da liegen gehabt. Einen Teil konnte ich abarbeiten, einen anderen Teil leider nicht. Schade drum, denn viele Themen sind immer noch relevant, denn die Bürger müssen aufgeklärt werden, es darf keine Panikmache geben. Manch ein Medium macht es leider.
Service und man ist selbst sein schlimmster Endgegner
Was ich festgestellt habe, ist die Tatsache, dass viele Leser aktuelle Themen haben wollen, die einen gewissen Service-Aspekt haben. Bedeutet, es sind die ganz banalen Dinge wie "Was passiert mit meinem Monatsticket für die Bahn in dieser Situation?" oder "Wie verhält sich Corona-Kurve in meiner Stadt?". Nicht zu vergessen, was man gegen die Langeweile machen kann. Ganz normale Servicethemen mit Ansprechpartnern.
Aber der schlimmste Endgegner im Homeoffice ist man immer noch selbst. Man muss sich aufraffen, gewisse Dinge nicht schleifen zu lassen. Sich selbst in den Allerwertesten zu treten und einfach mal machen. Man wird traurig, wenn man denkt, man wäre zu diesem Zeitpunkt in der Redaktion und würde dort arbeiten. Da packt einen der Blues und man hat halt auch zu Hause öfters mal die Phase, in der man einfach nur deprimiert ist. Besonders, wenn man eh schon mit Nachrichten zu tun hat. Da will ich für meinen Teil privat nichts mehr damit zu tun haben.
Da hilft nur eines: Raus an die frische Luft und einfach an verlassenen Orten, ohne große Menschenmengen, spazieren gehen.
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Jenny Musall
Jenny Musall
Meine ersten Berührungspunkte mit dem Journalismus hatte ich Anfang der 1990er Jahre ganz klassisch über die Tageszeitung. Schon früh habe ich gemerkt, dass das tagesaktuelle Krisengeschehen mich weniger interessiert. Stattdessen waren es Geschichten, die Orientierung geben, Zusammenhänge erklären und Perspektiven eröffnen. Themen, die näher am Menschen sind.
Heute arbeite ich als freie Journalistin mit einem breiten Themenspektrum. Meine Schwerpunkte liegen in Kultur, Feuilleton Sport sowie Ratgeber- und Servicethemen. Meine Themen sind im Bereich Design, Kunst, Fotografie und gesellschaftlich relevante Entwicklungen abseits des Nachrichtenstroms zu finden. Auch im Sportjournalismus ist es mir wichtig, dass nicht nur über das Spiel selbst, sondern auch die Hintergründe mit in den Text einfließen können.
Unabhängig vom Thema steht für mich eine saubere, gründliche Recherche im Mittelpunkt. Ich arbeite mich tief Inhalte ein, hinterfrage Aussagen und ordne Informationen ein. Mein Anspruch: Wenn ich ein Thema verstanden habe, können es auch die Leser und Leserinnen nachvollziehen.
Texte sollen informieren, verständlich sein und Vertrauen schaffen.
Ich arbeite zuverlässig, strukturiert und mit journalistischem Blick auf Relevanz. Gern setze ich Themen eigenständig um oder arbeite auf Basis klarer Redaktionsvorgaben.
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