Isabell Werth holt Titel 15 in der Kür
von Jenny Musall

Nach dem vierten Platz in der Dressur Kür am Sonntag hat es für Dorothée Schneider noch eine Überraschung gegeben. Sie hat nun den Titel „Reitmeisterin“ bekommen.
In der Dressur-Kür am Sonntagmorgen haben sich die Richter mit Noten über 90% in der B-Note auf dem Longines Balve Optimum selbst übertrumpft. So sind die Noten hoch ausgefallen.
Dorothée Schneider nun Reitmeisterin

Dorothee Schneider (ger) Sammy Davis jr.
Longines Grosser Optimum Preis praesentiert durch das Land Nordrhein-WestfalenNat. Dressurpruefung Kl. S**** - Grand Prix Kuer, Finale Deutsche Meisterschaften
16.06.2019
Bei Isabell Werth hat es in diesem Teil der Benotung von jedem der fünf Richter über 90 % gegeben. Doch das erste Mal 90 % haben die Richter bei Dorothée Schneider und Sammy Davis Jr. ausgesprochen. Schneider, die Gestern den Titel im Grand Prix Special geholt hat, ist mit ihrem soliden Ritt auf ein Gesamtergebnis von 81,950 % gekommen. Das bedeutet am Ende Rang vier für Schneider. Zum Schluss hat es noch den Titel „Reitmeisterin“ gegeben.
Damsey FRH wird nur auf dem Papier älter
Rang drei ist an Helen Langehanenberg mit Damsey FRH gegangen. Die Reiterin aus Münster hat mit dem 17-jährigen Hannoveraner Hengst ein Gesamtergebnis von 84,275 % bekommen. Höhepunkte hat es in der Trabtour gegeben. „Damsey war super drauf, er fühlt sich jung und dynamisch an und hat einfach Lust Prüfungen zu gehen. Ich bin stolz auf meinen ,Dicken‘“, freut sich Langehanenberg. Ihr sei klar gewesen, dass es kein einfacher Weg wird. „Aber ich gebe mich nicht kampflos geschlagen“, sagt die Ehrgeizige Reiterin.
von Bredow-Werndl holt Vize
Mit 85,600 % hat sich Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB den zweiten Platz geholt. Und lange hat es so ausgesehen, als ob ihr niemand mehr den Titel nehmen kann. Denn mit der Gold Medaille habe sie geliebäugelt. „Dalera hat heute alles gegeben. In den Pirouetten habe ich gemerkt, dass die letzte Kraft gefehlt hat. Drei Tage haben doch gezerrt. Es ist also immer noch Luft nach oben“, sagt die Vizemeisterin, die nun ihren Blick auf Aachen richtet.
Emilios neue Kür feiert Premiere
Denn für das letzte Paar, Isabell Werth mit Emilio, heißt es alles oder nichts. Denn das Ergebnis von von Brewdow-Werndl hat für Druck gesorgt. Doch Werth hat alle Register gezogen und Emilio zu einer neuen Kür tanzen lassen. „Die Kür habe ich bisher nur ohne Musik geritten. Am Freitag hat es noch nicht danach ausgesehen, als ob ich die reiten kann. Aber es hat geklappt“, freut sich Werth. Auch bei dieser anspruchsvollen Kür bleibt Werth ihrem Motto „Klassik“ Treu. Immobile und Vivaldi sind Bestandteile der neuen Kür. Sie freue sich auch für Emilio, der sich nach oben gearbeitet hat. Denn in letzter Zeit hatte es bei dem Ehrenpreisnachkommen immer wieder an einer konstanten Leistung gemangelt. Dennoch freue sie sich über die Leistung und schaue nun optimistisch in die Zukunft.
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Jenny Musall
Jenny Musall
Meine ersten Berührungspunkte mit dem Journalismus hatte ich Anfang der 1990er Jahre ganz klassisch über die Tageszeitung. Schon früh habe ich gemerkt, dass das tagesaktuelle Krisengeschehen mich weniger interessiert. Stattdessen waren es Geschichten, die Orientierung geben, Zusammenhänge erklären und Perspektiven eröffnen. Themen, die näher am Menschen sind.
Heute arbeite ich als freie Journalistin mit einem breiten Themenspektrum. Meine Schwerpunkte liegen in Kultur, Feuilleton Sport sowie Ratgeber- und Servicethemen. Meine Themen sind im Bereich Design, Kunst, Fotografie und gesellschaftlich relevante Entwicklungen abseits des Nachrichtenstroms zu finden. Auch im Sportjournalismus ist es mir wichtig, dass nicht nur über das Spiel selbst, sondern auch die Hintergründe mit in den Text einfließen können.
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