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Spielabbrüche im Amateurfußball: DFB veröffentlicht steigende Zahlen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Amateurfußball in der zurückliegenden Spielzeit erstmals eine Zunahme der Spielabbrüche registriert. In der Saison 2021/22 hätten die Schiedsrichter 911 Spiele abbrechen müssen, teilte der DFB am Mittwoch mit. So viele wie noch nie in einer Saison.

„Erstmals müssen wir einen Anstieg bei den Spielabbrüchen feststellen, wobei wir uns immer noch im Promillebereich bewegen“, sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. Die über die vergangenen Jahre stabile Quote der Abbrüche stieg von 0,05 auf 0,075 Prozent. Umgerechnet bedeutet das: Im Schnitt wurde jedes 1339. Spiel in der vergangenen Saison abgebrochen. Der DFB erstellt seit 2014/15 ein Lagebild des Amateurbereichs.

Über Online-Spielberichtsbögen wurden in der zurückliegenden Saison 1.219.397 Begegnungen im Amateurfußball erfasst und vom Verband ausgewertet. Bei den erfassten Partien wurden 5582 Vorfälle, davon 3544 Gewalthandlungen und 2389 Diskriminierungen, seitens der Schiedsrichter gemeldet.

„Diese Vorfälle bleiben im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant, aber die Spielabbrüche sind auf einem Höchststand“, so Zimmermann.

Gewalthandlungen in vielen Bereichen

Als Gewalthandlung gelten körperliche Angriffe, beispielsweise durch Schlagen, Treten oder Spucken. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person oder Gruppe durch eine herabwürdigende Äußerung, Geste oder Handlung in Bezug auf Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion, sexuelle Identität, das Geschlecht oder Alter in der Würde verletzt wird. (dpa/dhe)

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