Gerd Blank

Journalist, Autor, Redakteur, Hamburg

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Die Lösung aus dem Service-Baukasten

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Gemeinsam stark

Wie kommt nun beim Mobilitätsbudget, einem gemeinsamen Projekt von DB Connect und DB Fernverkehr, der Business Hub ins Spiel? Der Business Hub ist die Grundlage für die Entwicklung der Mobilitätsbudget-App. Daher ist auch DB Systel voll in das Projekt involviert und investiert in neue Services, die geeignet sind, den Business Hub weiterzuentwickeln und als Lösungsplattform zu etablieren. Denn das Mobilitätsbudget ist ein sehr gut geeignetes Anwendungsbeispiel für die Möglichkeiten der neuen Plattform. Man kann sich die Plattform in etwa wie einen Lego-Baukasten vorstellen. Darin sind sowohl Standardbauteile wie beispielsweise ein Service zum Abgleich der Adressdaten oder eine Anzeige von Points of Interest, aber auch spezielle Bauteile für einen ganz individuellen Zweck enthalten.

Alle benötigten Bausteine können nun nach Belieben neu arrangiert werden. Bei Lego ergeben einzelne Teile, ohne sich selbst zu verändern, mal ein Flugzeug, mal ein Haus. Beim Business Hub kann eine Anwendung entstehen, die Wetterdaten mit Zuginformationen kombiniert - oder eben wie beim Mobilitätsbudget den Mitarbeitern verschiedene Mobilitätsanbieter zur Verfügung stellt und ermöglicht, Fahrten bequem per App zu buchen und abzurechnen. Im Gemeinschaftsprojekt setzt die DB Systel dafür in zwei Teams eine Cross Plattform Application (Android und iOS) und alle von der App benötigten neuen Services auf dem Business Hub um. So entstand unter anderem auch der Service „Shared Mobility Information". Dies ist ein Dienst, der alle relevanten Informationen, zum Beispiel die von Flinkster und Call a Bike, kombiniert und liefert.

Bei der Entwicklung neuer Services werden seitens der DB Systel alle Daten und Funktionalitäten möglichst hoch wiederverwendbar aufbereitet, um sie anderen interessierten Kunden unkompliziert zugänglich zu machen. DB Fernverkehr und DB Connect kümmern sich wiederum um die Außenwirkung, die steuerlichen Aspekte sowie um das Marketing und den Vertrieb. Außerdem stellt DB Connect die Schnittstellen zu Call a Bike und Flinkster zur Verfügung. „Wir stehen in dieser Dreierkonstellation bei diesem Projekt Schulter an Schulter und ergänzen uns gegenseitig, wo wir nur können", so Geschäftsführerin Sylvia Lier (DB Connect) über die gemeinsame Zusammenarbeit mit Cornelia Rauh-Lessig (Projektleiterin Mobilitätsbudget bei DB Fernverkehr) und Christa Koenen (Geschäftsführerin DB Systel).

Beraten, zusammenführen und Neues ermöglichen

DB Systel versteht die Herausforderungen der Mobilitätsanbieter, berät diese bei der Ausgestaltung ihrer fachlichen Visionen und kann die durch den Business Hub aufgebauten Plattformfunktionen und Services effizient und effektiv einsetzen, um entsprechende Digitalisierungslösungen zu realisieren. Und auch das rund um den Business Hub aufgebaute Modell zur Beratung und Zusammenarbeit wird von Kunden und Partnern angenommen. „Der Business Hub ist eines der besten Dinge, die der Deutschen Bahn derzeit passieren konnten", sagt Fabian Rothmann begeistert, Product Owner (PO) des Case Teams „Mobi", das die Mobilitätsbudget-App entwickelt. Und begründet seine Aussage sofort: „Mit dem Business Hub können wir die Silos im Konzern öffnen, uns gegenseitig an unserem Spezialwissen teilhaben lassen und damit endlich die Potenziale unserer Schnittflächen nutzen." Derzeit sitzt jede Konzerntochter auf wertvollen Daten, intern gern „DB Nuggets" genannt. Mit dem Business Hub soll sich dies nun ändern, passend zum selbst gewählten Motto von DB Systel: „Integrator und Enabler", also Bestehendes zusammenführen und so Neues ermöglichen. Auch Fabian Rothmann weiß, dass so eine gravierende Veränderung nicht von heute auf morgen geschieht. Dennoch ist er zuversichtlich: „Ich hoffe persönlich sehr, dass das Potenzial des Hubs als riesige Chance für uns als Konzern wahrgenommen wird."

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