Trauma-Bewältigung wird jetzt für Viele wichtig
von Fritz Letsch

Ob Heimkind, ob geprügeltes Kind, ob andere unsere Grenzen so verletzt haben, dass wir vor Scham im Boden versinken wollten:
Wir wollen es vergessen, wollen es ungeschehen machen und nicht mehr darüber reden. Wir brauchen alle Kräfte zum Überleben.
Ähnlich geht es jetzt ganz Vielen, denen die Nerven "blank liegen" wie durchgescheuerte Elektro-Kabel, nach Überlastungen, zunehmenden Konflikten, fehlender Finanzierung.
Der Neoliberalismus der letzten 20 Jahre hat uns beigebracht, dass wir "alleine klar kommen" müssen, höchstens mal aus-heulen bei Ärztin, Beratungsstelle oder Telefonseelsorge.
Die Heimat einer Selbsthilfegruppe
haben in München wohl gut 1500 Gruppen zu bieten, manche auch auf Video- oder Telefontreffen, manche real in Kleingruppen, je nach medizinischer Notwendigkeit und städtischer Erlaubnis.
Sich dort die ganze Offenheit zu erlauben, ist mutig, geht in manchen Gruppen leichter durch Anonymität oder das Versprechen der Vertraulichkeit.
Doch die Gedanken tauchen immer wieder einmal auf, belasten uns durch angestrengte Selbstkontrolle,
bis sie vielleicht durch Alter oder körperliche Störungen heraus brechen, oder die Ängste unser Leben bestimmen.
Es ist wie ein innerer Untergrund, den auch alle Untergrund-Kämpfenden kennen: Danach lässt sich kaum davon erzählen,
weil es für andere kaum zu glauben ist, weil sie den Belastungen und Gefühlen nicht folgen können.
Das macht noch einsamer.
Trauma braucht Anerkennung: Eigene und Fremde.
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Fritz Letsch
Fritz Letsch
fairer Handel, faires Handeln in München? Rüstungsindustrie oder Bürgerstadt, Tourismus, Spekulation oder Selbstorganisation? Menschenmarkt.
Internationale Begegnungen mit Theater-Methoden über Denk- und Sprachgrenzen bringen: Magie im Urgrund unseres Wünschen, zukünftige Lebensformen in Selbstorganisation entwickeln, Anarchie in Genossenschaften und Räten
Auftraggeber
Forumtheater , Projekt Basis 3
Weitere Profile
Basis für neue Lebensabschnitte , Demokratie wäre Kunst ... , Münchner Künster*innen , Paulo Freire Gruppe , Räterepublik Baiern
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Verbindung wird wiederhergestellt
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