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AfD schließt Presse vom Landesparteitag aus

Berlin, 16.11.2016 – Der Deutsche Journalisten-Verband wertet die
Entscheidung der AfD in Baden-Württemberg, die Medien bei ihrem Landesparteitag am kommenden Wochenende in Kehl auszuschließen, als Zeichen
für ein massiv gestörtes Demokratieverständnis. DJV-Bundesvorsitzender
Frank Überall sprach von einem „abstrusem Verständnis von der Rolle von
Journalisten in der Demokratie. Geradezu lachhaft ist, dass die AfD Baden-
Württemberg statt der Teilhabe am Landesparteitag Journalisten mit einer
Pressekonferenz mit vorgefilterten Informationen abfrühstücken will.“ Das
zeige, wie viel Angst in der Partei herrsche, Diskussionen offenzulegen und
sich kritischem Journalismus zu stellen. Daher wolle man nun offenbar nur
parteipolitisch gelenkte Informationen widerkäuen. „Im andauernden Streit
der AfD Baden-Württemberg soll wohl nur das an das Licht der Öffentlichkeit
kommen, was der Partei genehm ist“, ergänzte die Vorsitzende des DJV
Baden-Württemberg Dagmar Lange.
In Nordrhein-Westfalen hatte die AfD im Sommer ebenso geplant,
Journalisten vom Parteitag auszuschließen, war jedoch in letzter Minute noch
davon abgerückt. Auch auf Bundesebene gab es bei der AfD immer wieder
Kritik an Journalisten – offenbar, weil die AfD bisher nicht die Hofberichterstattung
bekommt, die sie für einzig angemessen hält.
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Eva Werner
Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de